Lufthansa investiert in neue City Airlines
Effizientere Zubringerflüge und Kostenreduktion sollen operative Marge erhöhen und Tariferhöhungen kompensieren

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa bereitet sich auf eine bedeutende Erweiterung ihrer Flotte vor. Mit der Einführung ihrer neuen Tochtergesellschaft City Airlines plant das Unternehmen, mehr als 40 neue Flugzeuge in Betrieb zu nehmen. Ziel ist es, die Effizienz der Zubringerflüge zu erhöhen und die Rentabilität des Konzerns zu steigern.
Im Fokus der Erweiterung stehen kleinere Flugzeugmodelle, wobei insbesondere der Airbus A220 und ein Modell von Embraer in Betracht gezogen werden. Laut Carsten Spohr, dem Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, sollen die kleineren Maschinen speziell für City Airlines eingesetzt werden. Der Start der neuen Airline ist für den Sommer 2024 geplant, wobei zunächst vier bis fünf bereits vorhandene A319 zum Einsatz kommen sollen.
Die Lufthansa hat bereits mit der Personalsuche begonnen und führt konstruktive Gespräche mit den Gewerkschaften. Ziel ist es, Tarifverträge für Piloten, Kabinen- und Bodenpersonal noch vor dem Betriebsstart abzuschließen. Für die Piloten strebt das Unternehmen eine Vergütung an, die der der Regionalfluggesellschaft Cityline entspricht, welche nach der Hauptmarke Lufthansa die zweithöchste in der Gruppe ist.
Durch die Einführung der neuen City Airlines und die damit verbundene Kostenreduktion bei den Zubringerflügen erhofft sich das Management, die operative Rendite des Konzerns im kommenden Jahr auf acht Prozent zu steigern. Dies soll auch dazu beitragen, die Kosten des jüngsten Tarifabschlusses mit der Vereinigung Cockpit für die Lufthansa-Piloten zu kompensieren, die sich laut Spohr über die Laufzeit bis Ende 2026 auf 700 Millionen Euro summieren.
