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Lennar verfehlt Prognose: Aktie bricht nachbörslich ein

Der US-Hausbauer Lennar enttäuscht mit schwachen Auslieferungsprognosen für Q3 – die Aktie verliert nachbörslich 3,2 Prozent.

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Lennar verfehlt Prognose: Aktie bricht nachbörslich ein

Der amerikanische Immobilienkonzern Lennar hat am Donnerstag eine Prognose für das dritte Quartal vorgelegt, die deutlich unter den Erwartungen der Wall Street liegt. Der Hausbauer rechnet mit der Auslieferung von 20.500 bis 21.500 Häusern – Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 22.353 Einheiten gerechnet. Die Aktie reagierte prompt und fiel nachbörslich um 3,2 Prozent.

Als Hauptursache nennt das Unternehmen die anhaltende Schwäche des US-Immobilienmarktes. Hohe Hypothekenzinsen, eingeschränkte Erschwinglichkeit und ein verunsichertes Verbraucherklima bremsen die Nachfrage nach Eigenheimen. Einfamilienhausbauer wie Lennar stehen damit vor einem strukturellen Problem, das sich seit mehreren Jahren zieht.

Margenbelastung durch Anreize und Inflation

Um den Absatz trotz schwieriger Marktbedingungen anzukurbeln, setzt Lennar auf gezielte Kaufanreize – darunter Zinsvergünstigungen bei Hypotheken. Diese Maßnahmen belasten jedoch in Kombination mit der anhaltenden Inflation die Gewinnmargen spürbar. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Einheit sank im zweiten Quartal um rund 5 Prozent auf 371.000 US-Dollar.

CEO Stuart Miller beschrieb das abgelaufene Quartal als geprägt von „denselben hartnäckigen Gegenwinden, die den Immobilienmarkt in den letzten Jahren belastet haben – anhaltend hohe Hypothekenzinsen, eingeschränkte Erschwinglichkeit und eine vorsichtige Verbraucherstimmung". Zusätzlich habe geopolitische Unsicherheit den Druck verschärft und zu einem erneuten Inflationswert von 4,2 Prozent geführt, der durch höhere Energiepreise getrieben wurde, so Miller weiter.

Im zweiten Quartal lieferte Lennar insgesamt 20.519 Häuser aus – ein Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch sank der Umsatz für das am 31. Mai beendete Quartal um mehr als 5 Prozent auf 7,94 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 8,02 Milliarden Dollar.

Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen

Einen kleinen Lichtblick lieferte der bereinigte Gewinn je Aktie: Mit 1,31 US-Dollar übertraf Lennar die Markterwartungen von 1,24 US-Dollar. Dieser positive Aspekt konnte die Enttäuschung über die schwache Auslieferungsprognose jedoch nicht ausgleichen.

Das in Miami, Florida, ansässige Unternehmen steht damit sinnbildlich für die Lage der gesamten US-Hausbaubranche. Für deutsche Anleger ist Lennar ein wichtiger Indikator für die Verfassung des amerikanischen Immobilienmarktes – einem Sektor, der eng mit der Entwicklung der US-Zinspolitik und dem Konsumklima verknüpft ist.

Die Aktie von Lennar hat seit ihrem Hoch im September 2024 fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Dieser drastische Kursrückgang verdeutlicht, wie stark der anhaltende Gegenwind den Sektor belastet. Solange die Hypothekenzinsen auf erhöhtem Niveau verharren und das Verbrauchervertrauen schwach bleibt, dürfte eine nachhaltige Erholung für Hausbauer wie Lennar schwierig bleiben.

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