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Leerverkäufer wettet gegen AQR-Muttergesellschaft wegen Steueroptimierungsstrategien

Orso Partners baut Short-Position gegen Affiliated Managers Group auf – wegen boomender steueroptimierter Anlagestrategien für Wohlhabende.

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Leerverkäufer wettet gegen AQR-Muttergesellschaft wegen Steueroptimierungsstrategien

Der Hedgefonds Orso Partners hat eine Leerverkaufsposition gegen die Affiliated Managers Group Inc. (AMG) aufgebaut. Dies geht aus einem Investorenbrief hervor, der Bloomberg vorliegt. AMG ist eine Investmentgesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 813 Milliarden US-Dollar und steht unter anderem hinter dem bekannten Hedgefonds AQR Capital Management von Cliff Asness.

Im Fokus der Wette steht ein Markt von mehr als einer Billion US-Dollar, der in sogenannte steueroptimierte Long-Short-Strategien investiert ist. Diese Anlageformen sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen, da die Wall Street wohlhabenden Amerikanern helfen will, mit steuerpflichtigen Gewinnen nach Jahren steigender Märkte umzugehen.

AQR als Pionier steueroptimierter Strategien

AQR Capital Management hat sich als einer der führenden Anbieter in diesem Bereich etabliert. Der Vermögensverwalter war federführend beim Aufbau eines Ökosystems von Handelsansätzen, die gezielt auf die steuerliche Situation vermögender Anleger zugeschnitten sind. Solche Strategien kombinieren Long- und Short-Positionen, um einerseits Marktrenditen zu erzielen und andererseits steuerliche Verluste gezielt zu realisieren – ein Konzept, das in der Branche als „Tax-Loss-Harvesting" bekannt ist.

Der Hauptsitz von AQR befindet sich in Greenwich, Connecticut – einem der prominentesten Finanzstandorte der USA. AQR gilt als einer der konservativsten und zugleich renommiertesten Vermögensverwalter des Landes, was die Wette von Orso Partners umso bemerkenswerter macht.

Leerverkäufer im Fokus der Finanzwelt

Orso Partners richtet seinen Blick damit auf einen der etabliertesten Akteure im US-amerikanischen Vermögensverwaltungsmarkt. Die Affiliated Managers Group fungiert als Dachgesellschaft für eine Reihe unabhängiger Investmentboutiquen, darunter eben AQR. Mit einem verwalteten Vermögen von 813 Milliarden US-Dollar zählt AMG zu den bedeutenden Playern der Branche.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Vorgang aus mehreren Gründen relevant: Zum einen zeigt er, wie stark das Thema Steueroptimierung den US-Markt bewegt. Zum anderen verdeutlicht er, dass selbst konservative und etablierte Vermögensverwalter ins Visier aktivistischer Leerverkäufer geraten können. Leerverkäufer wie Orso Partners setzen darauf, dass der Kurs eines Unternehmens fällt – sie leihen sich Aktien, verkaufen diese und hoffen, sie später günstiger zurückzukaufen.

Die Entwicklung steueroptimierter Anlagestrategien ist ein Phänomen, das vor allem in den USA nach Jahren eines anhaltenden Bullenmarkts an Bedeutung gewonnen hat. Steigende Aktienkurse bedeuten für Anleger hohe latente Gewinne – und damit eine wachsende Steuerlast. Strategien, die gezielt steuerliche Verluste generieren, um diese Gewinne zu verrechnen, sind daher bei wohlhabenden Investoren zunehmend gefragt.

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