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LBBW steigert Gewinn trotz schwacher Konjunktur

Immobilienmarkt und Risikovorsorge belasten dennoch das Firmenkundengeschäft erheblich

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LBBW steigert Gewinn trotz schwacher Konjunktur

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) konnte im ersten Halbjahr trotz der angespannten Lage am Immobilienmarkt und einer schwachen Konjunktur ihren Gewinn steigern. Wie die größte deutsche Landesbank am Montag mitteilte, stieg das Vorsteuerergebnis um sechs Prozent auf 731 Millionen Euro. Ein wesentlicher Faktor für diesen Zuwachs war das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis, das sich auf 248 Millionen Euro verdreifachte.

Der Vorstandsvorsitzende der LBBW, Rainer Neske, zeigte sich zuversichtlich und erklärte, dass die Bank trotz erheblicher globaler Unsicherheiten und einer schwachen Wirtschaftslage in Deutschland auf Kurs sei. Für das gesamte Jahr rechnet die LBBW mit einem Vorsteuerergebnis von mehr als einer Milliarde Euro. Diese positive Entwicklung der Landesbank steht jedoch im Kontrast zu den Herausforderungen, die das schwierige wirtschaftliche Umfeld mit sich bringt.

Im Firmenkundengeschäft verzeichnete die LBBW einen deutlichen Rückgang des Gewinns. Dieser sank im ersten Halbjahr um 25 Prozent auf 307 Millionen Euro. Die Bank führte dies auf eine äußerst verhaltene Kreditnachfrage zurück. Auch im Privatkundengeschäft zeigte sich eine ähnliche Entwicklung, wobei der Zinsüberschuss aus dem Einlagengeschäft gesunken ist. Diese Entwicklung ist auch auf die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni zurückzuführen, die erstmals seit langer Zeit wieder erfolgte.

Um den gestiegenen Risiken entgegenzuwirken, erhöhte die LBBW ihre Risikovorsorge konzernweit um 37 Prozent auf 118 Millionen Euro. Der größte Anteil davon entfiel mit 106 Millionen Euro auf das Segment Immobilien und Projektfinanzierungen. Diese Zuführungen waren allerdings etwas geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Jahr 2023 hatte die Bank vor allem eine pauschale Risikovorsorge für Immobilienrisiken gebildet, während sie nun Rückstellungen für mehrere einzelne Kreditengagements vornahm, bei denen ein Ausfall drohte.

Auch bei den Firmen- und Privatkunden, bei denen die LBBW im Vorjahr noch Vorsorge auflösen konnte, stieg das Risikoergebnis leicht an. Die Entwicklungen bei der LBBW stehen im Einklang mit der Situation anderer deutscher Banken wie der Deutschen Bank, der BayernLB und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), bei denen die Risikovorsorge im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich zugenommen hat.

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