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Kryptobörse BitMEX stellt Betrieb am 23. September ein

Die Kryptobörse BitMEX schließt nach einer strategischen Überprüfung – Nutzer müssen Guthaben rechtzeitig abheben.

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Kryptobörse BitMEX stellt Betrieb am 23. September ein

Die Kryptobörse BitMEX hat offiziell das Ende ihres Betriebs angekündigt. Wie das Unternehmen heute über die Plattform X mitteilte, wird der Betrieb am 23. September eingestellt. Die Entscheidung fiel im Rahmen einer strategischen Überprüfung des Geschäftsbetriebs.

Hinter BitMEX steht HDR Global Trading als Eigentümer und Betreiber. Das Unternehmen betonte ausdrücklich, dass die Vermögenswerte der Nutzer sicher seien und unter deren Kontrolle verbleiben. Nutzer wurden aufgefordert, ihre offenen Positionen zu schließen und ihre Guthaben vor dem Abschaltdatum abzuheben.

Was Nutzer jetzt tun müssen

Für Anleger, die noch Guthaben auf BitMEX halten, besteht dringender Handlungsbedarf. Die Börse empfiehlt, alle Positionen rechtzeitig vor dem 23. September zu schließen und die Vermögenswerte auf eine andere Wallet oder Börse zu transferieren. Wer diese Frist verpasst, riskiert Komplikationen beim Zugriff auf seine Mittel.

BitMEX war einst eine der bekanntesten Kryptobörsen weltweit und vor allem für den Handel mit Bitcoin-Derivaten und gehebelten Produkten bekannt. Die Plattform richtete sich vorwiegend an erfahrene Trader, die mit Futures und Perpetual Contracts auf steigende oder fallende Kryptokurse setzen wollten.

Vorgeschichte: Rechtliche Probleme der Gründer

Die Schließung kommt nicht überraschend, wenn man die jüngere Geschichte des Unternehmens betrachtet. Im Jahr 2022 bekannten sich die drei BitMEX-Mitbegründer Benjamin Delo, Arthur Hayes und Samuel Reed schuldig, gegen den US-amerikanischen Bank Secrecy Act verstoßen zu haben. Konkret hatten sie es versäumt, ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Programm zur Bekämpfung von Geldwäsche (Anti-Money-Laundering, kurz AML) zu implementieren.

Der Bank Secrecy Act ist ein zentrales US-Bundesgesetz, das Finanzinstitute – einschließlich Kryptobörsen – dazu verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und geeignete Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche zu ergreifen. Das Schuldbekenntnis der Gründer markierte einen schweren Reputationsschaden für die Plattform und leitete einen anhaltenden Niedergang ein.

Einordnung für den Kryptomarkt

Die Schließung von BitMEX reiht sich in eine Reihe von Rückzügen und Insolvenzen im Kryptosektor ein, die den Markt in den vergangenen Jahren geprägt haben. Für deutsche Privatanleger unterstreicht der Fall einmal mehr die Bedeutung, Kryptowerte auf regulierten Plattformen oder in eigenen Wallets zu verwahren. Wer Vermögenswerte auf zentralisierten Börsen lagert, trägt stets das Risiko einer plötzlichen Betriebseinstellung.

Nutzer, die noch aktive Konten bei BitMEX besitzen, sollten umgehend handeln und ihre Guthaben sichern, bevor die Plattform am 23. September endgültig den Betrieb einstellt.

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