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König Charles III. erwirkt Abschaffung der US-Whisky-Zölle

Nach dem Staatsbesuch von König Charles III. in den USA hebt Präsident Trump sofort alle Zölle auf britischen und irischen Whisky auf.

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König Charles III. erwirkt Abschaffung der US-Whisky-Zölle

US-Präsident Donald Trump hat die sofortige Abschaffung aller Zölle und Handelsbeschränkungen auf Whisky-Importe aus dem Vereinigten Königreich und Irland angekündigt. Die Entscheidung folgt unmittelbar auf den viertägigen Staatsbesuch von König Charles III. und Königin Camilla in den Vereinigten Staaten. Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, der Schritt erfolge „zu Ehren des Königs und der Königin des Vereinigten Königreichs".

Für die schottische Whisky-Industrie bedeutet die Entscheidung eine erhebliche wirtschaftliche Erleichterung. Der seit Einführung der sogenannten „Liberation Day"-Zölle der Trump-Regierung geltende 10-Prozent-Tarif hatte die Branche nach Angaben der Scotch Whisky Association (SWA) rund vier Millionen Pfund pro Woche gekostet – über das vergangene Jahr summierte sich der Exportverlust auf rund 150 Millionen Pfund.

Noch gravierender war eine drohende Eskalation: Im Frühjahr wäre nach Ablauf einer fünfjährigen Aussetzung ein 25-Prozent-Zoll auf Single Malts in Kraft getreten. Durch die vollständige Aufhebung aller Beschränkungen hat die Trump-Regierung diese finanzielle Belastung abgewendet.

Wirtschaftliche Bedeutung für Schottland und Kentucky

Graeme Littlejohn, Strategiedirektor der SWA, betonte, dass die USA der wertvollste Exportmarkt der Branche bleiben. Die Entscheidung belebt zudem eine symbiotische Handelsbeziehung zwischen Schottland und dem US-Bundesstaat Kentucky neu. Schottische Destillerien sind nämlich Hauptabnehmer gebrauchter Bourbon-Fässer aus den USA – eine Handelsbeziehung mit einem jährlichen Volumen von rund 200 Millionen Pfund.

Schottlands Erster Minister John Swinney, der die Abschaffung der Zölle zu einer seiner obersten Prioritäten erklärt hatte, dankte dem König öffentlich für seine „Schlüsselrolle" bei diesem Erfolg. Er verwies dabei auf die rund 40.000 Arbeitsplätze, die im schottischen Whisky-Sektor auf dem Spiel standen. Der Scotch-Whisky-Sektor macht 23 Prozent der schottischen Güterexporte im Jahr 2025 aus.

Die Kraft der royalen Diplomatie

Obwohl die britische und schottische Regierung seit Monaten für die Abschaffung der Zölle lobbyiert hatten, gilt der Staatsbesuch als entscheidender Durchbruch. Trump erklärte auf einer Pressekonferenz: „Ich habe einfach alle Beschränkungen aufgehoben, damit Schottland und Kentucky wieder miteinander handeln können. Und ich habe es zu Ehren des Königs und der Königin getan, die gerade abgereist sind." Er fügte hinzu, die Royals hätten erreicht, was anderen nicht gelungen sei – „ohne kaum danach zu fragen".

König Charles III. hatte während seines Besuchs eine gemeinsame Sitzung des US-Kongresses adressiert und dabei die Bedeutung der britisch-amerikanischen „Sonderbeziehung" in einer Zeit globaler Instabilität hervorgehoben. Der frühere US-Botschafter in Großbritannien, Matthew Barzun, würdigte den Einsatz des Königs als „Soft Power", die das „Reservoir an Vertrauen, Respekt und Verständnis" zwischen beiden Nationen gestärkt habe.

Der Buckingham Palace bestätigte, dass König Charles III. über die Entscheidung informiert wurde und seinen „aufrichtigen Dank" ausgesprochen habe. Ein Sprecher ergänzte, der König werde „einen Dram erheben" – also auf das Wohl des Präsidenten anstoßen.

Politischer Kontext: Royale Brücke über diplomatische Risse

Die Abschaffung der Zölle fällt in eine Phase spürbarer Spannungen zwischen der Trump-Regierung und der Regierung von Premierminister Keir Starmer. Berichten zufolge hatte sich das Verhältnis der beiden Regierungschefs wegen Meinungsverschiedenheiten über die Politik gegenüber dem Iran und Grönland abgekühlt.

Trump selbst räumte den diplomatischen Nutzen des Königsbesuchs ein und sagte gegenüber Reportern: „Wenn man den König eines Landes so sehr mag, hilft das wahrscheinlich auch der Beziehung zum Premierminister." Diese Aussage unterstreicht den strategischen Wert der Monarchie als Instrument zur Überbrückung politischer Differenzen.

Sowohl britische als auch amerikanische Medien werten die Zollabschaffung als bedeutenden wirtschaftlichen Sieg für das Vereinigte Königreich und als Beleg für die Wirksamkeit royaler Staatsbesuche. Einigkeit besteht darin, dass zwar monatelange Regierungsverhandlungen die Grundlage legten, der „royale Glanz" des Staatsbesuchs jedoch der entscheidende Faktor für den Durchbruch war.

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