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KI wird laut Sprott zum neuen Treiber der Seltene-Erden-Nachfrage

Künstliche Intelligenz etabliert sich neben Verteidigung und sauberer Energie als dritter struktureller Nachfragetreiber für Seltene Erden.

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KI wird laut Sprott zum neuen Treiber der Seltene-Erden-Nachfrage

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zu einer unerwarteten neuen Nachfragequelle für Seltenerdelemente. Das stellt Sprott Asset Management fest und ergänzt damit das bekannte Bild, das bislang vor allem vom Militär und dem Sektor der sauberen Energien geprägt wurde. Die Entwicklung findet in einem Umfeld statt, in dem westliche Regierungen Milliarden von Dollar in den Aufbau von Lieferketten außerhalb Chinas investieren.

Seltene Erden – eine Gruppe von 17 chemischen Elementen – sind unverzichtbare Rohstoffe für zahlreiche Hochtechnologieanwendungen. Sie stecken in Elektromotoren, Windkraftanlagen, Militärtechnik und zunehmend auch in der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Die Abhängigkeit westlicher Länder von chinesischen Lieferketten gilt seit Jahren als strategisches Risiko.

KI als dritter struktureller Treiber

Laut Sprott Asset Management hat sich KI mittlerweile als dritter struktureller Treiber für die Nachfrage nach Seltenen Erden etabliert – gleichrangig neben der Verteidigung und der Elektrifizierung. Diese Einschätzung ist bemerkenswert, da KI bislang vor allem mit dem Bedarf an Halbleitern und Rechenkapazitäten in Verbindung gebracht wurde, weniger mit physischen Rohstoffen wie Seltenen Erden.

Die Analyse von Sprott unterstreicht, dass der Rohstoffbedarf der KI-Industrie über Chips und Strom hinausgeht. Rechenzentren, Kühlsysteme und spezialisierte Hardware benötigen Materialien, bei denen Seltene Erden eine wichtige Rolle spielen. Dies eröffnet eine neue Perspektive auf die Nachfrageentwicklung in diesem Segment.

Westliche Regierungen investieren in eigene Lieferketten

Parallel zur wachsenden Nachfrage investieren westliche Regierungen massiv in den Wiederaufbau von Lieferketten für Seltene Erden außerhalb Chinas. China dominiert die globale Produktion und Verarbeitung dieser strategisch wichtigen Rohstoffe seit Jahrzehnten. Der Aufbau alternativer Versorgungsquellen gilt als geopolitische Priorität für die USA, Europa und ihre Verbündeten.

Die Kombination aus drei gleichzeitig wachsenden Nachfragetreibern – Militär, Elektrifizierung und nun KI – dürfte den Druck auf die globalen Seltene-Erden-Märkte weiter erhöhen. Für Investoren bedeutet dies, dass das Thema Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen an Bedeutung gewinnt. Sprott Asset Management gehört zu den bekannten Adressen im Bereich der Rohstoff- und Edelmetallinvestments und beobachtet diese Märkte seit Langem intensiv.

Die Einschätzung von Sprott reiht sich in eine breitere Debatte über die Rohstoffintensität der digitalen Transformation ein. Während die öffentliche Diskussion über KI oft auf Software und Rechenleistung fokussiert ist, rücken nun auch die physischen Grundlagen dieser Technologie stärker in den Blick – mit weitreichenden Konsequenzen für Rohstoffmärkte und Lieferkettenstrategien weltweit.

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