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JPMorgan stuft Teradyne auf „Buy" – Aktie springt an

Nach einem Kursrückgang von fast 20% sieht JPMorgan bei Teradyne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt und hebt die Aktie auf „Overweight".

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JPMorgan stuft Teradyne auf „Buy" – Aktie springt an

Die Aktien von Teradyne legten am Donnerstag im vorbörslichen Handel um mehr als 6% zu. Auslöser war eine Hochstufung durch die US-Großbank JPMorgan, die den Halbleiter-Testspezialisten nach einem deutlichen Kursrückgang wieder als Kaufgelegenheit einstuft.

Analyst Samik Chatterjee begründete die Entscheidung mit dem jüngsten Ausverkauf: „Wir stufen die Aktien von Teradyne nach dem Kursrückgang von rund 20% im Anschluss an die Ergebnisse auf ‚Overweight' hoch, da die Unstetigkeit bei den Kundenkäufen von Testgeräten nur begrenzte Auswirkungen auf die langfristigen Treiber und säkularen Katalysatoren hat." JPMorgan behielt dabei das Kursziel für Dezember 2026 bei 400 US-Dollar – was gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch von 306,33 US-Dollar ein Aufwärtspotenzial von rund 31% bedeutet.

Vier Wachstumstreiber im Fokus

Die Hochstufung stützt sich auf vier konkrete Faktoren, die JPMorgan als langfristige Katalysatoren für Teradyne identifiziert:

  • Wachsende Nachfrage nach Tests für Merchant-GPUs
  • Zunehmende Verbreitung kundenspezifischer KI-Chips von Hyperscalern und sogenannten Neoclouds
  • Steigende Chancen bei Speichertests durch HBM-Komplexität und neue Fabrikneubauten
  • Aufstrebendes Geschäft mit Tests für Silizium-Photonik und Co-Packaged Optics

Besonders das Potenzial im GPU-Testmarkt hebt Chatterjee hervor. Allein aus dem Dual-Sourcing von Merchant-GPUs sieht er bis 2028 ein Umsatzpotenzial von rund 1,2 Milliarden US-Dollar – verglichen mit lediglich 50 Millionen US-Dollar, die für 2026 prognostiziert werden. Teradyne soll dabei seinen Marktanteil innerhalb von drei Jahren von einem niedrigen einstelligen Bereich auf 30% ausbauen.

Speichersegment als unterschätzter Aufwärtsvektor

Das Speichersegment bezeichnet Chatterjee als den „am meisten unterschätzten kurzfristigen Aufwärtsvektor". Neue Fabrikprojekte von Samsung, SK Hynix und Micron sollen eine kapazitätsgetriebene Nachfrage erzeugen, die sich bislang noch nicht in den Konsensschätzungen der Analysten widerspiegelt. JPMorgan prognostiziert für 2028 einen Umsatz mit Speichertests in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar.

Im Zuge der Hochstufung passte JPMorgan auch seine Gewinnschätzungen nach oben an. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) für 2026 wurde von 6,65 auf 7,00 US-Dollar angehoben, die Schätzung für 2027 von 9,50 auf 9,80 US-Dollar erhöht. Die Bank erwartet ein Gewinnwachstum von rund 80% im Jahr 2026, gefolgt von jeweils etwa 40% in den Jahren 2027 und 2028.

Risiken bleiben bestehen

Trotz des optimistischen Ausblicks weist JPMorgan auf weiterhin bestehende Ausführungsrisiken hin. So besteht die Möglichkeit, dass Teradyne sein langfristiges Umsatzziel von 6 Milliarden US-Dollar verfehlt – selbst wenn der breitere ATE-Testmarkt im Jahr 2027 ein Volumen von 12 Milliarden US-Dollar erreicht. Unsicherheiten beim Marktanteil im Bereich Merchant-GPU-Tests bleiben ein Faktor.

Chatterjee ist dennoch zuversichtlich: Er sieht das Aufwärtspotenzial darin, dass das Umsatzziel von 6 Milliarden US-Dollar relativ kurz nach 2027 erreicht werden kann – mit einem Marktanteil von weniger als 25% im Merchant-GPU-Testsegment, unterstützt durch positive Entwicklungen in anderen Bereichen des Gesamtmarktes. Das erwartete Gewinnwachstum von 40% in 2027 und 2028 rechtfertige laut Chatterjee ein Bewertungsmultiple vom 35- bis 40-Fachen der Gewinne.

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