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Jim Cramer warnt: IPO-Welle bedroht die aktuelle Marktrally

CNBC-Moderator Jim Cramer sieht in bevorstehenden Mega-Börsengängen von OpenAI, SpaceX und Anthropic ein unterschätztes Marktrisiko.

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Jim Cramer warnt: IPO-Welle bedroht die aktuelle Marktrally

Jim Cramer, bekannter Moderator der CNBC-Sendung „Mad Money", hat vor einem Risiko gewarnt, das viele Anleger bislang kaum auf dem Radar haben: Eine bevorstehende Welle massiver Börsengänge könnte dem laufenden Bullenmarkt gefährlich werden. Konkret nennt Cramer die potenziellen IPOs von OpenAI, SpaceX und Anthropic als mögliche Liquiditätssauger für den Gesamtmarkt.

„Ein Bullenmarkt kann auch durch ein Überangebot getötet werden – zu viele große IPOs, und er bricht unter seinem eigenen Gewicht zusammen", sagte Cramer am Montag in seiner Sendung. Der erfahrene Marktkommentator argumentiert, dass die enorme Nachfrage nach diesen KI- und Technologieunternehmen Kapital aus dem S&P 500 und anderen bestehenden Aktien abziehen würde.

OpenAI mit Billionen-Bewertung im Visier

Besonders OpenAI steht im Fokus. Cramer zufolge könnte das Unternehmen eine Bewertung von einer Billion US-Dollar erreichen. „Wenn ja, wird es eine horrende Menge an Geld aufsaugen, da dieses Unternehmen eine Bewertung von einer Billion US-Dollar erreichen könnte", sagte er. „Dieses Geld muss irgendwo herkommen – höchstwahrscheinlich wird es aus dem Rest des Marktes kommen." Der genaue Zeitpunkt des OpenAI-Börsengangs könnte laut Cramer vom Ausgang des laufenden Rechtsstreits zwischen Elon Musk und Sam Altman abhängen.

SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, könnte nach Cramers Einschätzung sogar noch größere Kapitalmengen anziehen. Er erwartet eine Bewertung von mindestens einer Billion US-Dollar – und verweist dabei auf Musks Erfolgsbilanz als CEO von Tesla. „In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um Musk handelt, könnten es 2,5 Billionen US-Dollar sein", so Cramer.

Anthropic als Favorit institutioneller Anleger

Das KI-Unternehmen Anthropic entwickelt sich derweil zum Liebling institutioneller Investoren. Cramer hebt hervor, dass das auf Unternehmenskunden ausgerichtete Geschäftsmodell von Anthropic besonders attraktiv für die Wall Street sei. „Es ist beständig. Es ist nicht so launisch wie der Endverbraucher", sagte er. Zudem könnte Anthropic der Profitabilität näher sein als seine Konkurrenten – die Nachfrage nach den Aktien sei „wahnsinnig".

Cramer betont, dass dieses Risiko kein unmittelbares sei, aber keinesfalls ignoriert werden dürfe. Sollten alle drei Unternehmen gleichzeitig an die Börse gehen, könnte die Liquidität im Gesamtmarkt spürbar sinken. „Wenn man all das Geld nimmt, das in diese drei wahrscheinlichen Deals fließt, kann man sich nur vorstellen, wie jede andere Aktie darunter leiden könnte", warnte er.

Der Marktkommentator fasste seine Sorge prägnant zusammen: „Der Bulle lebt von Geld. Ihm könnte schlichtweg das Geld ausgehen, wenn dieses Trio von Börsengängen gleichzeitig über die Bühne geht." Für deutsche Privatanleger, die in US-amerikanische Technologieaktien oder breit gestreute ETFs auf den S&P 500 investiert sind, ist dieses Szenario durchaus relevant – denn ein Liquiditätsabfluss aus dem US-Markt würde sich auch auf internationale Portfolios auswirken.

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