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Jim Cramer verkauft Eaton-Aktien vor SpaceX-Börsengang

Der CNBC-Investor reduziert seine ETN-Position um 25 Aktien und erhöht damit die Cash-Quote auf rund 12 Prozent.

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Jim Cramer verkauft Eaton-Aktien vor SpaceX-Börsengang

Jim Cramers Charitable Trust hat 25 Aktien des Elektrotechnikunternehmens Eaton (ETN) zu einem Kurs von rund 397 US-Dollar verkauft. Nach der Transaktion hält der Trust noch 225 ETN-Aktien, deren Portfoliogewichtung damit von 2,6 % auf 2,3 % sinkt. Es handelt sich um den vierten Verkauf innerhalb einer einzigen Handelswoche.

Das erklärte Ziel: Die Cash-Quote des Portfolios auf nahezu 12 % anheben. Als Hauptgrund nennt Cramer die erwartete Marktvolatilität im Vorfeld des mit Spannung erwarteten SpaceX-Börsengangs. Anleger könnten in diesem Umfeld bestehende Positionen auflösen, um Kapital für das neue Aktienangebot freizumachen.

Vierter Verkauf in einer Woche

Bereits am Montag hatte der Trust Positionen bei Goldman Sachs und Qnity Electronics reduziert. Am Dienstag folgte der Verkauf von Anteilen an Arm Holdings, um dort aufgelaufene hohe Gewinne abzusichern. Der Eaton-Verkauf reiht sich nahtlos in diese defensive Strategie ein.

Cramer betont ausdrücklich, dass die Reduzierung keine Kritik an Eaton selbst darstellt. Das Unternehmen hat in diesem Jahr eine starke Performance gezeigt und legte bis zum Börsenschluss am Dienstag um rund 26 % zu. Mit dem jetzt realisierten Verkauf erzielt der Trust einen Gewinn von etwa 70 % auf die im Dezember 2023 erworbenen Aktien.

Margendruck begrenzt das Gewinnpotenzial

Dennoch gibt es fundamentale Gründe für eine vorsichtigere Haltung gegenüber ETN. Die jüngsten Quartalsergebnisse von Eaton fielen laut Cramer etwas uneinheitlich aus. Zwar hat der boomende Ausbau von Rechenzentren zu einem starken Wachstum bei Aufträgen und Auftragsbeständen geführt, doch Kapazitätserweiterungen im Segment Electrical Americas erzeugten Margendruck, der das Gewinnpotenzial begrenzte.

Eaton ist als Anbieter von Strommanagement-Lösungen ein wichtiger Profiteur des KI-Infrastrukturbooms. Rechenzentren benötigen leistungsfähige Stromverteilungssysteme, was Eaton in den vergangenen Monaten starken Rückenwind verschafft hat. Genau diese Positionierung macht das Unternehmen aber auch anfälliger für einen Rücksetzer, wenn Investoren Kapital umschichten.

Rating von Kaufempfehlung auf Halten gesenkt

Infolge dieser Überlegungen stuft Cramer das Rating für Eaton von 1 (Kaufempfehlung) auf 2 herab. Er wartet nun auf ein attraktiveres Kursniveau, um die Position wieder aufzustocken. Die Kombination aus Bewertungsrisiko, möglichem SpaceX-IPO-Effekt und uneinheitlichen Quartalsergebnissen rechtfertigt aus seiner Sicht eine vorübergehend reduzierte Gewichtung.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang ein anschauliches Beispiel für aktives Portfoliomanagement rund um große Börsenereignisse. Der SpaceX-Börsengang gilt als eines der meisterwarteten IPOs der jüngeren Geschichte und könnte erhebliche Kapitalströme aus bestehenden Positionen abziehen – ein Risiko, das auch hierzulande Investoren im Blick behalten sollten.

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