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Japanische Börsen fallen, China verzeichnet Gewinne

Anleger bleiben vor Wahlen in Japan vorsichtig, Autohersteller profitieren vom schwachen Yen

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Japanische Börsen fallen, China verzeichnet Gewinne

Die Börsen in Japan haben ihren Abwärtstrend fortgesetzt, während die Anleger in China weiterhin Gewinne verzeichnen konnten. In Tokio schloss der Nikkei-Index am Mittwoch um 0,8 Prozent schwächer bei 38 105 Punkten. Der breitere Topix-Index verlor 0,6 Prozent und notierte bei 2637 Zählern. Im Fokus der Investoren standen dabei die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen sowie die bevorstehenden Unterhauswahlen in Japan. Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba hatte das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 27. Oktober angesetzt. Prognosen deuten darauf hin, dass die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Koalitionspartner Komeito ihre Mehrheit verlieren könnten, was zur Vorsicht an den Märkten beitrug.

Im Gegensatz dazu setzten die Börsen in China ihren Aufwärtstrend fort. Sowohl der Shanghai-Composite-Index als auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen legten um etwa ein halbes Prozent zu. Laut Anderson Alves, Händler bei ActivTrades, bereiten sich die Märkte auf entscheidende Wochen vor, wobei die Volatilität innerhalb einer engen Handelsspanne zur Norm wird. Chinesische Investoren warten zudem auf weitere Details zu staatlichen Hilfspaketen für die schwächelnde Wirtschaft.

Ein Highlight des gestrigen Tages war der Börsengang der Tokyo Metro. Die Aktien des U-Bahn-Betreibers stiegen auf bis zu 1.768 Yen, nachdem sie mit einem Eröffnungskurs von 1.630 Yen gestartet waren. Dies war der größte Börsengang in Japan seit dem IPO des Mobilfunkanbieters SoftBank im Jahr 2018. Experten sehen in der hohen Dividendenrendite und den wachsenden Erträgen der Tokyo Metro-Aktie attraktive Merkmale für Anleger.

Die schwache Währung half den Exportwerten, insbesondere den Autoherstellern. Toyota und Honda gehörten zu den größten Gewinnern, mit Zuwächsen von drei beziehungsweise gut zwei Prozent. Ein schwächerer Yen stützte die Exportwerte, doch die Unsicherheit über das Ergebnis der bevorstehenden Parlamentswahlen ließ die Investoren zurückhaltend agieren. Laut Seiichi Suzuki von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory haben sich die Anleger mit größeren Wetten zurückgehalten, was die gestrigen Gewinne begrenzt hat.

Auch die Erwartungen bezüglich der Zinspolitik der US-Notenbank FED beeinflussten die Stimmung. Der Dollar stieg im asiatischen Devisenhandel um 0,4 Prozent auf 151,72 Yen und um 0,1 Prozent auf 7,13 Yuan. Die Rohölpreise gaben leicht nach: Brent-Öl verlor 0,2 Prozent und lag bei 75,87 Dollar je Barrel, während US-Öl der Sorte WTI ebenfalls um 0,2 Prozent schwächer bei 71,59 Dollar notierte.

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