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Ioneer kooperiert mit Hyundai und Korea Overseas für Nevada-Lithiumprojekt

Der australische Lithiumproduzent Ioneer holt zwei südkoreanische Partner für sein einzigartiges Rhyolite-Ridge-Projekt in Nevada an Bord.

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Ioneer kooperiert mit Hyundai und Korea Overseas für Nevada-Lithiumprojekt

Der australische Lithiumproduzent Ioneer hat am Dienstag eine Kooperation mit den südkoreanischen Unternehmen Korea Overseas Infrastructure & Urban Development sowie Hyundai Engineering bekanntgegeben. Die Partnerschaft soll die Entwicklung des Rhyolite-Ridge-Projekts im US-Bundesstaat Nevada voranbringen. Die Nachricht ließ die Ioneer-Aktie um 12,5 Prozent auf A$0,158 steigen – den höchsten Stand seit dem 15. Mai.

Das Rhyolite-Ridge-Projekt nimmt eine besondere Stellung in der globalen Rohstofflandschaft ein. Laut Ioneer handelt es sich um das einzige bekannte Lithium-Bor-Vorkommen in Nordamerika und eines von weltweit nur zwei derartigen Vorkommen. Darüber hinaus sei es das einzige Projekt dieser Art, das sich derzeit aktiv in der Entwicklung befinde – ein Alleinstellungsmerkmal, das das Interesse internationaler Investoren und Industriepartner weckt.

Formalisierung der Zusammenarbeit geplant

Die drei Unternehmen planen, ihre Zusammenarbeit im Juli 2026 durch Absichtserklärungen (Memorandums of Understanding) zu formalisieren. Ioneer betonte jedoch ausdrücklich, dass diese Absichtserklärungen unverbindlich seien und keine rechtlich durchsetzbaren Verpflichtungen begründeten. Zudem bestehe keine Gewissheit, dass endgültige Vereinbarungen tatsächlich zustande kommen.

Die neue Kooperation baut auf bestehenden Beziehungen zu Südkorea auf. Bereits 2021 hatte Ioneer einen Liefervertrag mit EcoPro Innovation abgeschlossen. Die nun angekündigten Vereinbarungen sollen diese Beziehungen weiter vertiefen und Südkorea als strategischen Partner für das Projekt festigen.

Massive Investitionen und ambitionierter Zeitplan

Ioneer hat seit 2016 bereits mehr als 220 Millionen US-Dollar in das Rhyolite-Ridge-Projekt investiert. Über 70 Prozent der fortgeschrittenen Ingenieursarbeiten sind nach Unternehmensangaben bereits abgeschlossen. Das zeigt, wie weit das Projekt im Vergleich zu vielen anderen Lithiumvorhaben in der Entwicklung fortgeschritten ist.

Die endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) strebt Ioneer für die zweite Jahreshälfte 2026 an. Die erste kommerzielle Produktion ist für das Jahr 2029 geplant. Nach der Inbetriebnahme soll das Projekt jährlich 27.800 Tonnen Lithiumhydroxid sowie 135.500 Tonnen Borsäure produzieren, wobei die gesamte Verarbeitung direkt vor Ort erfolgen soll.

Bedeutung für den globalen Lithiummarkt

Lithiumhydroxid ist ein zentraler Rohstoff für die Herstellung von Hochleistungsbatterien, wie sie in Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen eingesetzt werden. Die Kombination mit Borsäure – einem vielseitig einsetzbaren Industrierohstoff – macht das Rhyolite-Ridge-Projekt wirtschaftlich besonders attraktiv. Für deutsche Anleger, die den globalen Batterie- und Elektromobilitätssektor im Blick haben, ist die Entwicklung dieses nordamerikanischen Projekts mit südkoreanischer Industriebeteiligung ein relevanter Indikator für die Diversifizierung globaler Lieferketten abseits chinesischer Dominanz.

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