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Impactive Capital setzt auf Advanced Drainage Systems statt KI-Aktien

Hedgefonds-Managerin Lauren Taylor Wolfe warnt vor einer KI-Blase und empfiehlt stattdessen den Infrastrukturspezialisten Advanced Drainage Systems als sichere Alternative.

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Impactive Capital setzt auf Advanced Drainage Systems statt KI-Aktien

Der aktivistische Hedgefonds Impactive Capital hat Advanced Drainage Systems (Ticker: WMS) als hochkonviktive Investmentidee identifiziert. Co-Gründerin Lauren Taylor Wolfe präsentierte die Aktie auf dem 13D Monitor's Active-Passive Investor Summit als sogenanntes „Railroad"-Investment – ein stabiles, unverzichtbares Unternehmen, das Wert bietet, während der breite Markt mit einer gefährlichen KI-Blase kämpft. Taylor Wolfe bezeichnete WMS explizit als „KI-sicheres" Geschäftsmodell.

Advanced Drainage Systems ist der dominierende Marktführer im Bereich Kunststoff-Regenwassermanagement und dezentrale Abwasserlösungen. Das Unternehmen verfügt über eine Marktkapitalisierung von 11,98 Milliarden US-Dollar und gliedert sich in drei Segmente: Pipe (56 % des Umsatzes im Geschäftsjahr 2025), Allied Products (26 %) und Infiltrator (18 %). Der adressierbare Gesamtmarkt beläuft sich auf 15 Milliarden US-Dollar, und WMS hält je nach Produktlinie einen Marktanteil von 75 % bis 95 %.

Trotz eines beeindruckenden Leistungsausweises – darunter ein jährliches EPS-Wachstum von 28 % und eine Verzehnfachung des Gewinns je Aktie seit dem Börsengang – hat die Aktie den Russell 2000 in den vergangenen drei Jahren underperformt. Impactive Capital führt dies auf übertriebene Anlegersorgen bezüglich Bauzyklik und möglicher Margenrückgänge zurück.

Strukturelles Wachstum und Marktanteilsgewinne

Ein zentrales Argument für WMS ist die fortschreitende Substitution von Beton- und Stahlrohren durch Kunststoffrohre. Der Anteil von Kunststoffrohren am Markt ist von 20 % im Jahr 2010 auf über 40 % heute gestiegen – getrieben durch einen Kostenvorteil von 20 % und überlegene Leistungsmerkmale. WMS gewinnt damit kontinuierlich Marktanteile von traditionellen Wettbewerbern.

Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Widerstandsfähigkeit durch strategische Akquisitionen gestärkt. Dazu zählen die Übernahme von Infiltrator sowie der ausstehende Kauf von National Diversified Sales, die das Exposure gegenüber dem Reparatur- und Renovierungsmarkt erhöhen. Zudem sorgt die steigende Häufigkeit von „Milliarden-Dollar-Sturmereignissen" für einen strukturellen Rückenwind bei WMS's Infrastrukturprodukten.

Impactive Capital prognostiziert im Basisszenario eine Drei-Jahres-Gesamtrendite von 69 % und eine interne Verzinsung (IRR) von 19 %. Im optimistischen Szenario werden sogar 146 % Gesamtrendite und eine IRR von 34 % erwartet.

Margenausweitung als unterschätzter Treiber

Impactive Capital widerspricht der These, dass die jüngsten Margengewinne von WMS lediglich zyklischer Natur seien. Das Unternehmen hat seinen Umsatzmix gezielt in Richtung der margenstarken Segmente Allied Products und Infiltrator verschoben, die bereinigte operative Margen im mittleren 50-Prozent-Bereich aufweisen – verglichen mit rund 30 % im Pipe-Segment.

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist die Fähigkeit von WMS, flexibel zwischen Recycling- und Neuharzen zu wechseln, abhängig von den Ölpreisschwankungen. Diese operative Flexibilität ermöglicht es dem Unternehmen, unabhängig vom Rohstoffumfeld attraktive Margen zu erzielen. Impactive erwartet eine weitere Bruttomargenausweitung von 100 Basispunkten in den nächsten 12 bis 24 Monaten – ein Faktor, der nach Einschätzung des Fonds in den aktuellen Konsensschätzungen noch nicht eingepreist ist.

Warnung vor der KI-Blase

Taylor Wolfes Empfehlung für WMS ist eingebettet in eine deutliche Warnung vor dem aktuellen Marktumfeld. In einem Auftritt bei CNBC's „Squawk on the Street" erklärte sie unmissverständlich: „Wir befinden uns absolut in einer KI-Blase. Sie wird platzen." Sie warnte davor, dass Anleger Kapital in die sogenannten „Magnificent 7" pumpen, ohne die zugrundeliegende Mathematik zu hinterfragen.

„Es werden Billionen von Dollar bereitgestellt, um sie auszugeben, während die Magnificent 7 nur Hunderte von Milliarden an freiem Cashflow generieren", so Taylor Wolfe. „Sie werden sich verschulden müssen, um all diese Investitionsausgaben zu finanzieren, und wir haben die Renditen auf diese Investitionen noch nicht gesehen." Sie zog Parallelen zur Dotcom-Ära der späten 1990er Jahre und warnte vor „Cisco-ähnlichen" Bewertungen im aktuellen Technologieboom.

Die Strategie von Impactive Capital ist es, solche spekulativen Übertreibungen zu meiden und stattdessen auf „Railroads" zu setzen – dauerhafte, unverzichtbare Unternehmen wie Advanced Drainage Systems, die greifbaren wirtschaftlichen Mehrwert schaffen und vom KI-Hype weitgehend unberührt bleiben.

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