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IEA: Ölnachfrage erholt sich trotz US-Iran-Eskalation deutlich

Die globale Ölnachfrage gewinnt an Fahrt, doch neue geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran trüben den Ausblick erheblich.

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IEA: Ölnachfrage erholt sich trotz US-Iran-Eskalation deutlich

Die weltweite Ölnachfrage erholt sich nach monatelangen Störungen im Nahen Osten – doch die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran überschattet die positive Entwicklung. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Die Erholung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Märkte bereits auf eine neue Angebotswelle im kommenden Jahr eingestellt hatten.

Konkret erwartet die IEA, dass der weltweite Ölverbrauch im laufenden Jahr um insgesamt 1 Million Barrel pro Tag sinken wird. Allerdings verlangsamt sich das Tempo des Rückgangs spürbar. Im zweiten Quartal lag das Minus noch bei 4,8 Millionen Barrel pro Tag – ein markanter Einbruch, der die Schwere der Störungen im Nahen Osten widerspiegelt.

Schrittweise Erholung bis Jahresende

Für das dritte Quartal prognostiziert die IEA einen Rückgang von noch 1,7 Millionen Barrel pro Tag. Im vierten Quartal soll die Nachfrage dann wieder auf Wachstumskurs einschwenken: Die Behörde erwartet einen Anstieg um 1,2 Millionen Barrel pro Tag in den letzten drei Monaten des Jahres. Dieser Wendepunkt wäre bedeutsam für einen Markt, der über weite Strecken des Jahres von der Sorge geprägt war, der Krieg könnte das globale Angebot um Millionen Barrel täglich reduzieren.

Die IEA ist ein Zusammenschluss westlicher Nationen und ihrer Verbündeten mit Sitz in Paris. Sie gilt als eine der einflussreichsten Energiebehörden weltweit und veröffentlicht regelmäßig Prognosen, die Märkte und politische Entscheidungsträger gleichermaßen beeinflussen.

Überschuss-Erwartungen für 2027 in Gefahr

Besonders brisant ist die Warnung der IEA mit Blick auf das Jahr 2027: Die Behörde prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der globalen Nachfrage um 1,9 Millionen Barrel pro Tag. Gleichzeitig soll das weltweite Angebot um rund 7,5 Millionen Barrel pro Tag zulegen – was auf einen deutlichen Marktüberschuss hindeutet.

Genau diese Erwartung eines Angebotsüberschusses könnte nun durch die jüngste Eskalation der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran zunichtegemacht werden, warnt die IEA. Geopolitische Risiken im Nahen Osten haben historisch immer wieder für plötzliche Angebotsausfälle gesorgt und die Ölpreise in kurzer Zeit stark bewegt.

Für deutsche Privatanleger und Energiemarkt-Beobachter bleibt die Lage damit zweigeteilt: Einerseits deuten die Fundamentaldaten auf eine schrittweise Normalisierung hin. Andererseits sorgt die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt dafür, dass Prognosen mit erheblicher Vorsicht zu genießen sind. Die weitere Entwicklung der Spannungen im Nahen Osten dürfte in den kommenden Wochen und Monaten ein zentraler Treiber für die globalen Energiemärkte bleiben.

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