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Hua Hong Semiconductor steigt nach Berichten über 7-nm-KI-Chips

Der chinesische Chiphersteller profitiert von Meldungen über neue Fertigungstechnologien für künstliche Intelligenz.

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Hua Hong Semiconductor steigt nach Berichten über 7-nm-KI-Chips

Die Aktien von Hua Hong Semiconductor haben am Dienstag deutlich zugelegt. Auslöser war ein Reuters-Bericht, wonach die Muttergesellschaft Hua Hong Group Fertigungstechnologien für 7-Nanometer-Chips entwickelt hat – eine Schlüsseltechnologie für KI-Anwendungen.

Die in Hongkong notierten Anteilsscheine kletterten um 5,3 Prozent auf 92,65 Hongkong-Dollar. Der in Shanghai gelistete Titel gewann 2,1 Prozent auf 121,65 Yuan. Damit zählt Hua Hong zu den stärksten Gewinnern im chinesischen Halbleitersektor an diesem Handelstag.

Laut Reuters bereitet die Tochtergesellschaft Huali Microelectronics das 7-nm-Verfahren derzeit in einem Werk in Shanghai vor. Vier mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten der Nachrichtenagentur die Pläne. Die Testproduktion läuft bereits, die Anfangskapazität soll bis Jahresende einige tausend Wafer pro Monat erreichen.

Zweiter chinesischer 7-nm-Hersteller nach SMIC

Im Falle einer Kommerzialisierung wäre Hua Hong nach der Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) der zweite chinesische Chiphersteller mit 7-nm-Fähigkeiten. SMIC gilt bislang als einziger chinesischer Anbieter, der diese fortschrittliche Prozesstechnologie beherrscht – ein strategisch bedeutsamer Vorsprung im globalen Chip-Wettbewerb.

Dem Bericht zufolge hat der chinesische Technologieriese Huawei Technologies bei der Entwicklung der 7-nm-Technologie mit Hua Hong zusammengearbeitet. Zudem nutzt der chinesische GPU-Entwickler Biren Technology die neue Fertigungslinie bereits für das Testen von Chip-Prototypen.

Chinas Halbleiter-Unabhängigkeit als strategisches Ziel

Die Entwicklung fügt sich in Pekings übergeordnete Strategie ein, die heimischen Halbleiterkapazitäten auszubauen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu reduzieren. Der geopolitische Druck durch US-Exportbeschränkungen hat Chinas Investitionen in eigene Chip-Technologien massiv beschleunigt.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Washington hat zuletzt einige Exportbeschränkungen gelockert, die es Nvidia ermöglichen, bestimmte KI-Chips wieder nach China zu verkaufen. Dennoch treibt Peking die Entwicklung eigener Lösungen weiter voran – ein klares Signal für die langfristige Ausrichtung der chinesischen Halbleiterpolitik.

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