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Holcim plant Börsengang in Nordamerika

Strategische Neuausrichtung und Führungswechsel im Schweizer Zementkonzern

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Holcim plant Börsengang in Nordamerika

Der Schweizer Zementkonzern Holcim plant, sein Nordamerika-Geschäft an die Börse zu bringen. Diese strategische Entscheidung wurde von der Unternehmensleitung in Zürich bekanntgegeben. Das Ziel ist es, das Nordamerikageschäft als eigenständiges Unternehmen zu etablieren. Die Vorbereitungen für diese Separierung laufen bereits, und die endgültige Struktur des Unternehmens soll in der zweiten Jahreshälfte festgelegt werden.

Die Aktionäre von Holcim werden voraussichtlich im ersten Quartal des Jahres 2025 über diese Transaktion abstimmen. Die vollständige Abspaltung und die Börsennotierung des Nordamerikageschäfts sind bis Mitte 2025 geplant. Trotz der Abspaltung und Börsennotierung des Nordamerikageschäfts wird Holcim voraussichtlich weiterhin im Schweizer Standardwerteindex SMI gelistet bleiben.

Jan Jenisch, der Konzernchef und Verwaltungsratspräsident von Holcim, betonte die Bedeutung dieser Entscheidung. Er erklärte, dass die Börsenkotierung in den USA dem neu geschaffenen Unternehmen ermöglichen werde, sein volles Potenzial in einem der weltweit attraktivsten Märkte für die Bauindustrie auszuschöpfen. Jenisch hob hervor, dass der Infrastruktur- und Bauboom in der Region dem Unternehmen ermöglichen werde, schneller zu wachsen und Werte für die Stakeholder zu schaffen.

Das an der Börse notierte Nordamerikageschäft wird als führender Anbieter von Baulösungen in der Region positioniert. Bis zum Jahr 2030 strebt dieser Geschäftsbereich einen Umsatz von mehr als 20 Milliarden Dollar und ein Betriebsergebnis (Ebit) von über fünf Milliarden Dollar an. Diese Ziele sollen durch branchenführende Margen erreicht werden. Das Nordamerikageschäft umfasst Anlagen an über 850 Standorten und ist in den Bereichen Zement, Zuschlagstoffe, Fertigbeton und Bedachungen tätig. Für das verbleibende Geschäft von Holcim wird bis 2030 ein Umsatz von rund 22 Milliarden Franken und ein Ebit von über vier Milliarden Franken angestrebt.

In einer weiteren wichtigen Personalentscheidung gab Holcim bekannt, dass Miljan Gutovic, der bisherige Europa-Chef, ab dem 1. Mai die Rolle des Konzernchefs übernehmen wird. Jan Jenisch, der bisherige Konzernchef, wird weiterhin die Rolle des Verwaltungsratspräsidenten innehaben und ist zudem für die geplante Börsennotierung des Nordamerikageschäfts verantwortlich. Diese Veränderungen in der Führungsebene sind Teil der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens.

Industrie

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