Historische Börsencrashs und ihre Auslöser
Von der Weltwirtschaftskrise bis zu Trumps Zollpolitik und Corona-Panik

Der jüngste Absturz an den Aktienmärkten infolge der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle ruft Erinnerungen an frühere historische Börsencrashs wach. Weltweit geraten die Märkte unter Druck, insbesondere der DAX in Frankfurt verliert zeitweise zehn Prozent. Auch in den USA kündigen sich massive Verluste an. In der Geschichte der Finanzmärkte gab es immer wieder Ereignisse, die zu massiven Kursstürzen führten.
Ein bedeutender Börsencrash ereignete sich im Oktober 1929 an der Wall Street in New York. Am 24. Oktober, dem sogenannten „Schwarzen Donnerstag“, fiel der Dow Jones zu Handelsbeginn um über 22 Prozent. Zwar konnte der Verlust bis zum Handelsschluss auf 2,1 Prozent reduziert werden, doch die Situation verschärfte sich in den folgenden Tagen. Am 28. Oktober verlor der Index erneut 13 Prozent, am 29. Oktober weitere zwölf Prozent. Die Folge war die „Große Depression“, die schwerste Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts.
Ein weiterer dramatischer Rückgang fand am 19. Oktober 1987 statt, bekannt als „Schwarzer Montag“. Ursächlich waren unter anderem ein hohes US-Handels- und Budgetdefizit sowie eine Zinserhöhung. Der Dow Jones stürzte an diesem Tag um 22,6 Prozent ab. Weltweit löste dies Panik aus, auch andere Börsen brachen ein. Der Crash war der erste seiner Art im Zeitalter des Computerhandels.
Im Jahr 2000 platzte die sogenannte Internetblase. Die hohen Erwartungen an die „New Economy“ führten zu überzogenen Bewertungen von Technologieunternehmen. Der Nasdaq-Index verlor im März und April 2000 zunächst 27 Prozent, im Verlauf des Jahres insgesamt 39,3 Prozent. Die Korrektur hatte globale Auswirkungen.
2008 folgte die globale Finanzkrise, ausgelöst durch riskante Hypothekendarlehen in den USA. Zwischen Januar und Oktober verloren die großen Aktienindizes weltweit 30 bis 50 Prozent. Besonders der Oktober war geprägt von massiven Kurseinbrüchen. Der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im September markierte den Höhepunkt der Krise und führte in den USA zu einer Rezession.
Im März 2020 kam es erneut zu einem beispiellosen Börsencrash. Nach der offiziellen Erklärung der Corona-Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation fielen die Börsenkurse weltweit. In Frankfurt lag das Minus bei über zwölf Prozent, ähnliche Rückgänge wurden in Paris, Madrid, Mailand, London und New York verzeichnet. Am 16. März sanken die US-Indizes nochmals um über zwölf Prozent.Italic
