hGears verzeichnet 4,1% Umsatzrückgang durch schwache E-Bike-Nachfrage
Der deutsche Präzisionsgetriebehersteller leidet unter hohen Lagerbeständen und verhaltener Endnachfrage im E-Bike-Markt.

Der Präzisionsgetriebehersteller hGears hat für das Jahr 2025 einen Umsatzrückgang von 4,1 Prozent gemeldet. Als Hauptursache nennt das Unternehmen die anhaltende Schwäche im E-Bike-Segment. Anhaltend hohe Lagerbestände bei Händlern und Herstellern sowie eine verhaltene Endnachfrage drücken auf die Produktionsvolumina.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte hGears das bereinigte EBITDA auf 1,6 Millionen Euro steigern – das entspricht einer Marge von 1,70 Prozent. Das Unternehmen führt diese Verbesserung auf konsequente Struktur- und Kostensenkungsmaßnahmen zurück. Insbesondere reduzierte Personalkosten trugen zur Steigerung der Bruttomargen bei.
Wachstum in e-Tools und e-Mobility
Nicht alle Segmente entwickelten sich rückläufig. Im Bereich e-Tools verzeichnete hGears Umsatzzuwächse, getragen von solider Nachfrage nach Komponenten für Gartengeräte. Auch das Segment e-Mobility wuchs, wobei sich das Unternehmen gezielt auf Premium-, Sport- und Luxusfahrzeuge konzentriert.
Diese Diversifizierungsstrategie soll hGears langfristig unabhängiger von der zyklischen E-Bike-Nachfrage machen. Der E-Bike-Markt in Europa kämpft seit mehreren Quartalen mit Überbeständen entlang der gesamten Lieferkette. Viele Hersteller und Zulieferer spüren den Druck durch niedrigere Bestellvolumina.
Verhaltener Ausblick für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 gibt hGears eine Umsatzprognose von 80 bis 90 Millionen Euro aus. Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen mit einer Spanne von minus 3 Millionen Euro bis null. Der freie Cashflow wird zwischen minus 5 Millionen Euro und minus 2 Millionen Euro erwartet.
Die Prognose signalisiert, dass hGears trotz der eingeleiteten Sparmaßnahmen noch keinen nachhaltigen Turnaround erwartet. Anleger müssen sich auf ein weiteres herausforderndes Jahr einstellen, bevor der E-Bike-Markt wieder an Fahrt gewinnt.
