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Herausforderungen der Geldanlage 2024

Demografie, geopolitische Fragmente und attraktive Märkte - Expertenrat für Investoren

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Herausforderungen der Geldanlage 2024

Die Kapitalmarktstrategin Ann-Katrin Petersen von Blackrock hat einen wenig erfreulichen Ausblick auf das Jahr 2024 gegeben. In Zusammenarbeit mit Experten weltweit hat der größte Vermögensverwalter der Welt seine Prognosen für das kommende Jahr erstellt und dabei festgestellt, dass das Investieren anspruchsvoller wird. Petersen warnt vor anhaltend hohen Zinsen und zunehmenden Schwankungen auf den Märkten. Dennoch betont sie, dass es nach wie vor Renditemöglichkeiten gibt, wenn Anleger einige Faktoren berücksichtigen.

Ein wichtiger Faktor, der die Märkte beeinflussen wird, ist die Geldpolitik der Notenbanken. Obwohl in den letzten Jahren die Anleihezinsen gestiegen sind und die US-Notenbank sowie die Europäische Zentralbank kürzlich Zinspausen eingelegt haben, werden die Worte der Notenbanker weiterhin die Märkte bewegen. Petersen identifiziert vier "Superkräfte", die die Finanzmärkte beeinflussen werden: Demografie, Dekarbonisierung, geopolitische Fragmentierung und die Zukunft des Finanzsystems.

Besonders die Demografie wird oft unterschätzt, so Petersen. Alternde Gesellschaften und Fachkräftemangel stellen Herausforderungen dar, die nicht nur in entwickelten Märkten, sondern auch in Schwellenländern zunehmend relevant werden. In den USA führt der Fachkräftemangel zu steigenden Löhnen, was wiederum die Inflation antreiben kann.

Auch in der Euro-Zone bleibt die Geldpolitik restriktiv, da sowohl die USA als auch die Eurozone aufgrund von Arbeitskräftemangel und steigenden Lohnkosten mit einer möglichen Inflation konfrontiert sind. Dies könnte sich negativ auf Aktien aus den USA und der Euro-Zone auswirken, da hohe Zinsen traditionell keine guten Voraussetzungen für steigende Aktienkurse bieten.

Die geopolitischen Entwicklungen in der Welt, insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, tragen zur weiteren Fragmentierung der Weltwirtschaft bei. Dies zwingt Unternehmen dazu, mit gestörten Geschäfts- und Lieferantenbeziehungen umzugehen. Dies hat bereits dazu geführt, dass einige deutsche Unternehmen versuchen, ihre Abhängigkeit von China zu verringern.

In Bezug auf Aktienmärkte, die im Jahr 2024 attraktiv sein könnten, hebt Petersen Japan hervor. Die Deflationsgefahr scheint in Japan gebannt zu sein, und die Kurs-Gewinn-Verhältnisse japanischer Aktien sind im internationalen Vergleich niedrig. Zudem plant Japan, die steuerliche Attraktivität von Aktien für einheimische Anleger zu erhöhen.

Schwellenländer könnten ebenfalls von der Zukunft des Finanzsystems und der Dekarbonisierung profitieren. Insbesondere Indien, das führend bei digitalen Zahlungssystemen ist, und Länder mit reichen Vorkommen an Lithium und Kupfer, die von der Elektromobilität profitieren, sind vielversprechende Märkte.

In Bezug auf Anleihen empfehlen die Experten von Blackrock vor allem kurz laufende Bonds, da langfristig orientierte Anleger derzeit höhere Zinsen für kürzere Laufzeiten erhalten. Dies deutet darauf hin, dass die meisten Marktteilnehmer mittelfristig niedrigere Zinsen erwarten.

Abschließend betont Petersen die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung und Diversifikation der Anlageportfolios im Jahr 2024. Die genannten "Superkräfte" können unterschiedliche Auswirkungen auf Unternehmen und Märkte haben, daher ist es entscheidend, die Entwicklungen genau zu beobachten und kluge Investitionsentscheidungen zu treffen.

BlackRockInvestitionenGeldpolitik

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