Hegseth drängt Großbritannien zu Hormus-Gipfel nächste Woche
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will einen internationalen Gipfel zum Schutz der Straße von Hormus in Großbritannien abhalten.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat seinen britischen Amtskollegen Wes Streeting dazu gedrängt, einen internationalen Gipfel zum Schutz des Seeverkehrs in der Straße von Hormus auszurichten. Das Treffen soll bereits in der kommenden Woche stattfinden. Hintergrund ist der wachsende Druck auf US-Präsident Donald Trump, den durch den Krieg mit dem Iran blockierten Seeweg wieder zu öffnen.
Hegseth und der neue britische Verteidigungsminister Streeting sprachen am Freitag telefonisch über diese Möglichkeit. Dies geht aus informierten Kreisen hervor, die aufgrund der Vertraulichkeit der Beratungen anonym bleiben wollten. Den Angaben zufolge wünschen sich die USA ausdrücklich, dass das Vereinigte Königreich das Treffen ausrichtet – und Hegseth selbst würde daran teilnehmen.
Strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels, da sie den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer verbindet. Eine Blockade oder Bedrohung dieser Meerenge hat unmittelbare Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte und die globale Versorgungssicherheit – auch für europäische Länder wie Deutschland.
Der Kontext des geplanten Gipfels ist der laufende Krieg mit dem Iran, der den Seeweg durch die Straße von Hormus gefährdet. Die USA suchen offenbar eine multilaterale Lösung, um den freien Schiffsverkehr in dieser strategisch bedeutsamen Region zu sichern. Dass Washington dabei auf London als Gastgeber setzt, unterstreicht die enge sicherheitspolitische Partnerschaft zwischen den USA und Großbritannien.
Keine endgültige Entscheidung gefallen
Trotz der Gespräche zwischen Hegseth und Streeting ist eine endgültige Entscheidung über den Gipfel bislang nicht getroffen worden. Es bleibt also offen, ob und wann das Treffen tatsächlich zustande kommt. Die Informationen stammen aus Kreisen, die mit den vertraulichen Beratungen vertraut sind und deshalb nicht namentlich genannt werden wollten.
Für deutsche Anleger und Marktteilnehmer ist die Entwicklung rund um die Straße von Hormus von besonderer Relevanz. Störungen in dieser Schifffahrtsroute können die Energiepreise und damit auch die Inflationsentwicklung in Europa beeinflussen. Ein erfolgreicher Gipfel und eine gesicherte Durchfahrt würden hingegen zur Stabilisierung der Rohstoffmärkte beitragen.
