Hasbro nach Cyberangriff: Systeme offline, Aktie fällt 3 Prozent
Der Spielzeugriese Hasbro kämpft nach einem Hackerangriff mit Betriebsunterbrechungen und möglichen Datenlecks.

Der US-Spielzeughersteller Hasbro hat am Mittwoch einen schwerwiegenden Cybersicherheitsvorfall gemeldet. Laut einer Mitteilung an die Aufsichtsbehörden wurde am 28. März ein unbefugter Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk festgestellt – entdeckt mit Unterstützung externer Cybersicherheitsexperten.
Als unmittelbare Reaktion nahm Hasbro mehrere Systeme vom Netz. Um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, setzt das Unternehmen seitdem auf Übergangsmaßnahmen, die es ermöglichen, Bestellungen weiterhin anzunehmen und Produkte auszuliefern.
Die Notwendigkeit eines Notfallplans – eines sogenannten Business Continuity Plans – könnte nach Unternehmensangaben noch mehrere Wochen andauern. Hasbro warnt dabei ausdrücklich vor möglichen Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung.
Ausmaß des Vorfalls noch unklar
Hasbro betonte, das volle Ausmaß der Auswirkungen werde derzeit noch bewertet. Das Unternehmen arbeite aktiv daran, potenziell betroffene Dateien zu identifizieren und zu überprüfen. Ob sensible Kundendaten oder Geschäftsinformationen kompromittiert wurden, ist bislang nicht bekannt.
Der Vorfall trifft einen der weltweit größten Spielzeugkonzerne, zu dessen bekanntesten Marken Play-Doh, Monopoly und Transformers gehören. Cybersicherheitsvorfälle dieser Art haben in der Konsumgüterbranche zuletzt deutlich zugenommen.
An der Börse reagierten Anleger unmittelbar: Die Hasbro-Aktie verlor im frühen Handel rund 3 Prozent. Für deutsche Investoren, die das Papier über US-Börsen oder Handelsplätze wie Xetra halten, ist die Entwicklung ebenfalls relevant.
