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Harvard hält SpaceX-Beteiligung von 2,2 Milliarden Dollar

Die Harvard-Stiftung offenbart eine SpaceX-Position, die mehr als die Hälfte ihres gesamten US-Aktienportfolios ausmacht.

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Harvard hält SpaceX-Beteiligung von 2,2 Milliarden Dollar

Die Harvard Management Co. hat in ihrer 13F-Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC eine SpaceX-Beteiligung im Wert von 2,2 Milliarden Dollar offengelegt. Die Position umfasst rund 12,94 Millionen Aktien und ist damit die größte Einzelposition im gemeldeten US-Aktienportfolio der Universitätsstiftung, das insgesamt einen Wert von 4,26 Milliarden Dollar aufweist. Stichtag der Meldung ist der 30. Juni 2026.

Besonders auffällig ist die extreme Konzentration: Allein die SpaceX-Beteiligung macht mehr als 50 Prozent der offengelegten US-Bestände Harvards aus. Für Universitätsstiftungen, die üblicherweise breit diversifizierte Portfolios mit einem hohen Anteil alternativer Anlagen halten, ist ein solcher Konzentrationsgrad ungewöhnlich. Patrick McKiernan, Sprecher der Harvard Management Co., lehnte eine Stellungnahme zu einzelnen Investments ab.

SpaceX war am 12. Juni 2026 zu einem Ausgabepreis von 135 Dollar pro Aktie an die Börse gegangen – im Rahmen eines Rekord-Börsengangs, bei dem insgesamt 85,7 Milliarden Dollar eingenommen wurden. Am 14. August schlossen die Aktien bei 140 Dollar, was einem Aufschlag von 3,7 Prozent gegenüber dem Emissionspreis entspricht und die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf rund 1,85 Billionen Dollar beziffert.

Zahlreiche Institutionen mit bedeutenden SpaceX-Positionen

Harvard ist bei weitem nicht die einzige Institution, die im Rahmen der 13F-Meldungen für das zweite Quartal eine substanzielle SpaceX-Position offenbart hat. Italiens größte Bank, Intesa Sanpaolo, meldete zum 30. Juni rund 5,66 Millionen SpaceX-Aktien im Wert von etwa 966 Millionen Dollar – das entspricht rund 33 Prozent ihres gesamten US-Portfolios von 2,92 Milliarden Dollar. Der Investmentarm der University of California meldete ebenfalls eine SpaceX-Position im Wert von etwa einer Milliarde Dollar.

Auch die University of North Carolina und die Washington University in St. Louis zählen zu den institutionellen Aktionären von SpaceX. Die Häufung dieser Offenlegungen zeigt, wie dominant ein einzelner Titel in der 13F-Meldung eines Stiftungsfonds werden kann, sobald eine langjährige private Beteiligung börsennotiert und damit meldepflichtig wird.

Unter allen institutionellen Anteilseignern ragt Alphabet besonders heraus. Der Google-Mutterkonzern hielt zum 30. Juni rund 551,2 Millionen SpaceX-Aktien im Wert von etwa 94 Milliarden Dollar. Das entspricht einer mehr als 100-fachen Rendite auf die im Jahr 2015 getätigte Investition von 900 Millionen Dollar – ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie transformativ der SpaceX-Börsengang für geduldige Frühphasen-Investoren war.

Elon Musk dominiert Stimmrechte und Anteilsbesitz

Elon Musk hielt zum 30. Juni eine wirtschaftliche Beteiligung von 48,4 Prozent, was 6,42 Milliarden Aktien entspricht. Laut einer behördlichen Meldung verfügt er zudem über mehr als 82 Prozent der Stimmrechte. Zu aktuellen Marktpreisen wird Musks Beteiligung mit mehr als 900 Milliarden Dollar bewertet, was ihn als dominierende Kraft in der Unternehmensführung von SpaceX festigt.

Eine Herausforderung für Analysten bei der Auswertung der Meldungen bleibt die Unterscheidung zwischen Positionen aus der Zeit vor dem Börsengang und Aktien, die erst im Rahmen des IPOs erworben wurden. „Es ist sehr, sehr schwierig herauszufinden, welche dieser Institutionen Aktien bereits vor dem Börsengang hielten", sagte Steve Sosnick, Marktstratege bei Interactive Brokers, am 14. August gegenüber Reuters. Diese Unklarheit ist entscheidend, um zu verstehen, ob Institutionen Venture-Capital-Ausschüttungen reduzieren oder aktiv am freien Markt zukaufen.

Die Frist für die 13F-Meldungen für das zweite Quartal 2026 lief am 14. August ab – 45 Tage nach dem Quartalsende am 30. Juni. Damit ist der Großteil der institutionellen Offenlegungen nun öffentlich. Was die Meldungen jedoch nicht erfassen, ist das Geschehen seit dem 30. Juni. In den kommenden Monaten laufen weitere Tranchen der Haltefristen (Lock-up-Periods) aus, was potenziell weiteren frühen Investoren den Verkauf ermöglicht und zusätzliche regulatorische Meldungen nach sich ziehen könnte, die den Aktienkurs beeinflussen könnten. Ob Harvard, die UC oder Intesa ihre Positionen seit Quartalsende verändert haben, ist aus den öffentlichen Meldungen noch nicht ersichtlich.

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