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Grundstoffe im Fokus: Gold, Yara und BASF unter Druck

Goldpreis nähert sich der Marke von 4.000 Dollar, während Yara und BASF mit Analystenabstufungen kämpfen.

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Grundstoffe im Fokus: Gold, Yara und BASF unter Druck

Der Goldmarkt steht unter erheblichem Druck: Die Gold-Futures sinken weiter in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 Dollar pro Feinunze. Händler beobachten die Lage genau und suchen nach Anzeichen einer Bodenbildung. Der meistgehandelte Kontrakt notiert aktuell bei 4.125,80 Dollar pro Feinunze – nahe dem Jahrestief, das Anfang des Monats erreicht wurde.

Damit hat sich Gold seit seinem Allzeithoch von 5.354,80 Dollar pro Feinunze, das Ende Januar markiert wurde, um rund 23 Prozent verbilligt. Ein Rutsch unter die 4.000-Dollar-Marke wäre der erste seit November des Vorjahres und würde den Bärenmarkt beim Edelmetall weiter bestätigen.

Peter Cardillo von Spartan Capital Securities nennt als Hauptgründe für den aktuellen Preisrückgang steigende Anleiherenditen sowie die Erwartung baldiger Zinserhöhungen. „Sollten sich die Preise jedoch auf ihrem aktuellen Handelsniveau stabilisieren, könnte dies ein entscheidender Test für die Etablierung eines Bodens im Bärenmarkt sein", so Cardillo. Steigende Zinsen verteuern die Haltung von Gold, das selbst keine Zinsen abwirft, und machen das Edelmetall für Investoren weniger attraktiv.

Yara International: Jefferies stuft auf „Halten" ab

Beim norwegischen Düngemittelhersteller Yara International mahnen die Analysten von Jefferies zur Vorsicht. Im Mittelpunkt steht der Zeitpunkt wichtiger Investitionsentscheidungen: Yara strebt eine finale Investitionsentscheidung in der ersten Hälfte des Jahres 2026 an. Doch laut Jefferies sind Verzögerungen aufgrund steigender Projektkosten und politischer Unsicherheit zunehmend wahrscheinlich.

Trotz dieser Risiken sehen die Analysten keine wesentliche Änderung der mittelfristigen Wachstums- und Wertschöpfungsstrategie des Unternehmens. Yara bleibe einer der weltweit hochwertigsten Stickstoffdüngerproduzenten und sei durch sein diversifiziertes Produktionsnetzwerk strategisch gut aufgestellt. Die sich abschwächenden Fundamentaldaten veranlassen Jefferies dennoch dazu, die Aktie von „Kaufen" auf „Halten" herabzustufen und das Kursziel von 610 auf 470 Norwegische Kronen zu senken. Die Yara-Aktie notiert aktuell 1,6 Prozent tiefer bei 426 Kronen.

BASF: China-Expansion zum ungünstigen Zeitpunkt

Auch der deutsche Chemiekonzern BASF steht im Fokus der Analysten. AlphaValue erkennt zwar an, dass die Selbsthilfemaßnahmen des Unternehmens beruhigend wirken, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich des Timings der China-Expansion. Für BASF ist China ein zentraler Pfeiler der langfristigen Wachstumsstrategie, da dort ein stärkeres Wachstum der Chemienachfrage als in anderen Regionen erwartet wird.

Das Verbundprojekt in Zhanjiang gilt als eine der wichtigsten Wachstumsinvestitionen und soll die hohe Rentabilität des BASF-Standorts in Nanjing replizieren. Die Ziele für 2030 erscheinen unter günstigen Marktbedingungen erreichbar, doch die Analysten bleiben vorsichtig: Schwache Auslastungsraten in der Industrie deuten darauf hin, dass sich der Sektor noch in einer frühen Erholungsphase befindet. Die Prognosen hängen damit stark von einer stärkeren Erholung der chinesischen Nachfrage ab. Die BASF-Aktie verliert aktuell 2,1 Prozent und notiert bei 48,15 Euro.

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