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Google drohen Milliardenklagen von Rivalen nach EU-Rekordstrafe

Nach dem ersten verlorenen EU-Verfahren unter neuer Gesetzgebung sieht sich Google einer Welle teurer Privatklagen gegenüber.

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Google drohen Milliardenklagen von Rivalen nach EU-Rekordstrafe

Der jahrzehntelange Rechtsstreit zwischen Google und europäischen Wettbewerbsbehörden tritt in eine neue, kostspielige Phase. Nachdem der Suchmaschinen-Riese des <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet-Konzerns das erste Verfahren unter der neuen EU-Gesetzgebung verloren hat, öffnet dieses Urteil die Tür für eine Welle von Privatklagen. Kleinere Konkurrenten aus ganz Europa fordern nun Schadenersatz in Höhe von bis zu 10 Milliarden US-Dollar.

Bereits seit 2017 musste Google EU-Geldbußen in Milliardenhöhe hinnehmen. Die aktuellen Entwicklungen gehen jedoch über behördliche Strafen hinaus: Laut Aussagen von einem halben Dutzend Anwälten sehen sich die Verantwortlichen nun mit direkten Klagen kleinerer Konkurrenten konfrontiert. Diese Unternehmen wollen auf dem Klageweg Schadenersatz für erlittene wirtschaftliche Nachteile durch Googles Geschäftspraktiken erstreiten.

Neue EU-Gesetzgebung als Katalysator

Die neue EU-Gesetzgebung hat die rechtliche Lage für Google grundlegend verändert. Das verlorene Verfahren gilt als Präzedenzfall, der privaten Klägern nun deutlich bessere Chancen einräumt, ihre Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. Für Google und seinen Mutterkonzern Alphabet bedeutet dies, dass die finanziellen Risiken in Europa erheblich gestiegen sind.

Die Klagen kommen von Rivalen aus ganz Europa, die sich durch Googles Geschäftspraktiken benachteiligt sehen. Die geforderten Summen sind beträchtlich: Insgesamt könnten sich die Forderungen auf bis zu 10 Milliarden US-Dollar summieren. Damit würden die bisherigen EU-Bußgelder, die seit 2017 bereits in die Milliarden gingen, noch deutlich übertroffen.

Jahrzehntelanger Kampf gegen Google in Europa

Der Konflikt zwischen Google und europäischen Regulierungsbehörden hat eine lange Geschichte. Seit Jahren werfen Wettbewerber und Behörden dem Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung im Suchmaschinenmarkt zu missbrauchen, um eigene Dienste bevorzugt zu behandeln und Konkurrenten zu benachteiligen. Die EU-Kommission hat Google deshalb bereits mehrfach mit Rekordstrafen belegt.

Für deutsche und europäische Privatanleger, die in Alphabet-Aktien investiert sind, sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung. Sollten die Privatklagen erfolgreich sein und tatsächlich Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe fällig werden, könnte dies die Bilanz des Konzerns spürbar belasten. Die rechtliche Unsicherheit rund um Googles europäisches Geschäft dürfte damit auf absehbare Zeit ein zentrales Thema für Investoren bleiben.

Die Berichte über die drohenden Klagen stammen von Reuters und basieren auf Aussagen mehrerer in den Verfahren involvierter Anwälte. Wie viele Klagen letztlich eingereicht werden und welche Erfolgsaussichten sie haben, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Für Google wird Europa teurer – und das möglicherweise deutlich mehr als bisher.

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