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Goldman Sachs setzt auf chinesische KI-Hardware-Exporteure bis 2030

Goldman Sachs identifiziert chinesische Unternehmen als globale Exportgewinner im KI-Hardware-Bereich mit Marktchancen bis 212 Milliarden Dollar.

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Goldman Sachs setzt auf chinesische KI-Hardware-Exporteure bis 2030

Goldman Sachs hat eine neue Analysephase eingeläutet: China exportiert zunehmend Hardware im Bereich der künstlichen Intelligenz und bringt dabei laut den Analysten der US-Investmentbank „global relevante Exportgewinner" hervor. Die Studie identifiziert Unternehmen mit Marktchancen zwischen 12 Milliarden und 212 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 – ein enormes Wachstumspotenzial, das Investoren aufhorchen lässt.

Hintergrund dieser Entwicklung ist die wachsende Unsicherheit rund um US-Beschränkungen für High-Tech-Importe aus China. Viele chinesische Exporteure weichen deshalb auf alternative Märkte aus und expandieren verstärkt nach Europa und Südostasien. Diese geografische Diversifizierung könnte sich langfristig als strategischer Vorteil erweisen.

Industrieautomatisierung und Robotik im Fokus

Goldman Sachs hob zuletzt zwei Bereiche besonders hervor: Industrieautomatisierung und Robotik. In diesen Segmenten sei die Umsetzung der Unternehmensstrategie wichtiger als makroökonomische Trends. „Eine starke Produkt- und Technologie-Wettbewerbsfähigkeit, die Geschwindigkeit der F&E-Iterationen sowie Kostenvorteile positionieren sie weiterhin als potenzielle langfristige Gewinner", so die Goldman-Analysten über die betreffenden Unternehmen.

Die bevorzugten Titel in dieser Kategorie sind zwei Unternehmen aus dem asiatischen Raum: das in Hongkong börsennotierte Industrierobotik-Unternehmen Estun sowie das in Shenzhen gelistete Automatisierungsunternehmen Inovance. Beide Firmen stehen exemplarisch für Chinas wachsende Ambitionen auf dem globalen Technologiemarkt.

Inovance: Europa als strategischer Schlüsselmarkt

Für Inovance sehen die Goldman-Analysten besonders großes Potenzial in Europa. „Europa ist der strategisch wichtigste Überseemarkt für Inovance", heißt es in der Analyse. Der gesamte adressierbare Markt des Unternehmens außerhalb Chinas könnte sich bis 2030 gegenüber den derzeitigen 163 Milliarden Dollar mehr als verdreifachen.

Goldman Sachs stuft Inovance mit „Buy" ein und gibt ein Kursziel von 92,90 Yuan (umgerechnet rund 13,78 US-Dollar) aus. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag – eine bemerkenswert bullische Einschätzung für einen chinesischen Technologiewert.

Estun: Expansion in Südostasien mit Wachstumspotenzial

Estun verfolgt eine etwas andere Strategie: Das Unternehmen expandiert in Südostasien, und zwar gemeinsam mit seinen chinesischen Fertigungskunden. Goldman Sachs schätzt, dass sich der Marktanteil von Estun in der Region bis 2030 auf rund 10 Prozent mehr als verdreifachen wird – ausgehend von lediglich 3 Prozent im laufenden Jahr. Der gesamte adressierbare Markt außerhalb Chinas wird auf 20 Milliarden Dollar geschätzt.

Trotz des Wachstumspotenzials bleibt Goldman Sachs bei Estun vorerst vorsichtig. „Obwohl sich Estun noch in einem frühen Stadium der Auslandsexpansion befindet und gegenüber der globalen Konkurrenz bei der Serviceabdeckung sowie bei Software und Ökosystemen zurückbleibt, positioniert es sich durch seine schnelle Einsatzfähigkeit als einer der wettbewerbsfähigen Akteure" in Südostasien, so der aktuelle Bericht. Das Rating lautet „Neutral" mit einem Kursziel von 11,80 Hongkong-Dollar (rund 1,50 US-Dollar).

Als weiterer Impulsgeber für den Sektor steht ein bedeutendes Branchenereignis bevor: China richtet vom 19. bis 23. August die World Robot Conference in Peking aus. Die Veranstaltung dürfte das internationale Interesse an chinesischen Robotik- und Automatisierungsunternehmen weiter befeuern und könnte zusätzliche Aufmerksamkeit auf die von Goldman Sachs identifizierten Exportgewinner lenken.

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