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Goldman Sachs legt am 14. Juli Quartalszahlen vor

Nach einem starken ersten Quartal mit Rekord-M&A-Aktivität stellt sich die Frage: Kann Goldman Sachs die Dynamik halten?

• 3 Min
Goldman Sachs legt am 14. Juli Quartalszahlen vor

Goldman Sachs, eine der führenden Investmentbanken der Welt, veröffentlicht am Dienstag, den 14. Juli, seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Anleger und Analysten blicken gespannt auf die Zahlen – denn das erste Quartal war eines der stärksten der vergangenen Jahre, angetrieben von einer Rekordaktivität im Bereich Fusionen und Übernahmen (M&A).

Das globale M&A-Transaktionsvolumen stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um rund 50 Prozent auf 1,6 Billionen US-Dollar. Goldman Sachs profitierte überproportional davon: Die Bank belegte Platz 1 beim Transaktionsvolumen und Platz 2 bei der Anzahl der abgeschlossenen Deals. Unter den begleiteten Transaktionen befanden sich fünf Deals mit einem Volumen von jeweils mehr als 10 Milliarden US-Dollar, darunter die ausstehende Fusion von Unilever mit dem Gewürzhersteller McCormick.

Starke Q1-Zahlen als Ausgangsbasis

Die Ergebnisse des ersten Quartals spiegelten diese Aktivität deutlich wider. Der Umsatz im Investmentbanking stieg im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 2,84 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtumsatz kletterte um 14 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn um 19 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar zulegte. Goldman Sachs erzielt im Vergleich zu seinen wichtigsten Wettbewerbern einen besonders hohen Anteil seines Umsatzes mit M&A-Geschäften – was dem Unternehmen in Boom-Phasen einen strukturellen Vorteil verschafft.

Die Aktie hat diese Stärke bereits eingepreist: Seit Jahresbeginn legte das Papier um 20 Prozent zu, auf Sicht von zwölf Monaten sogar um 51 Prozent. Dennoch gilt die Aktie mit dem 17-fachen Gewinn als vergleichsweise günstig bewertet.

Was Analysten für Q2 erwarten

Für das zweite Quartal rechnen Wall-Street-Analysten mit einem Umsatz von rund 16,3 Milliarden US-Dollar. Das wäre zwar weniger als im ersten Quartal, würde aber einem Jahresvergleichsplus von rund 11 Prozent entsprechen. Beim Gewinn je Aktie liegt die Konsensschätzung bei 14,16 US-Dollar – ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die etwas niedrigeren Erwartungen gegenüber Q1 sind branchentypisch: Im Investmentbanking fallen die Ergebnisse im ersten Quartal aufgrund neuer Budgetzuweisungen und saisonaler Faktoren traditionell am stärksten aus. Zudem war das erste Quartal 2026 historisch außergewöhnlich stark, was eine Wiederholung schwierig macht.

Dennoch gibt es gute Gründe für Optimismus. Das M&A- und Investmentbanking-Geschäft blieb auch im zweiten Quartal lebhaft. Besonders hervorzuheben ist der Börsengang von Space Exploration Technologies (SpaceX), bei dem Goldman Sachs als federführender Konsortialführer fungierte. Analysten schätzen, dass dies eine der höchsten Emissionsgebühren aller Zeiten sein könnte und Goldman Sachs Einnahmen von rund 100 Millionen US-Dollar einbringen dürfte.

Globales M&A-Volumen auf höchstem Stand seit 2021

Laut der M&A-Anwaltskanzlei A. O. Shearman belief sich das globale Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2026 auf 2,8 Billionen US-Dollar – der höchste Wert seit 2021 und ein Anstieg gegenüber 2,7 Billionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Davon entfielen auf das zweite Quartal schätzungsweise 1,2 Billionen US-Dollar, was zwar unter dem Rekordwert des ersten Quartals liegt, aber weiterhin ein hohes Niveau darstellt.

Auch für die zweite Jahreshälfte 2026 zeichnet sich weiteres Wachstum ab. Goldman Sachs fungiert als Co-Lead-Berater beim mit Spannung erwarteten Börsengang von Anthropic, dem KI-Unternehmen, das für das zweite Halbjahr 2026 geplant ist. Dieser Deal dürfte zusätzliche Einnahmen und Aufmerksamkeit für die Bank generieren.

Insgesamt deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass Goldman Sachs auch im zweiten Quartal ein starkes Ergebnis vorlegen dürfte. Die Kombination aus anhaltend hoher M&A-Aktivität, lukrativen Börsengängen und einer günstigen Bewertung macht die Aktie für Anleger weiterhin interessant.

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