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Goldman Sachs kürt Top 3 der nordischen Telekom-Aktien

Die Wall-Street-Bank setzt auf verbesserte Marktdisziplin in Schweden und bekräftigt Kaufempfehlungen für drei große Betreiber.

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Goldman Sachs kürt Top 3 der nordischen Telekom-Aktien

Goldman Sachs hat seine Top-Favoriten im nordischen Telekommunikationssektor bekannt gegeben und die Kaufempfehlungen für drei große Betreiber bekräftigt. Die US-Investmentbank begründet ihre positive Einschätzung mit strukturellen Verbesserungen im schwedischen Markt, darunter eine geringere Wettbewerbsintensität und das Potenzial für Konsolidierungen. Diese Faktoren sollen das Gewinnwachstum und die Preismacht in der gesamten Branche bis zum Ende des Jahrzehnts stützen.

Für deutsche Privatanleger, die nach Diversifikation in europäischen Telekommunikationswerten suchen, bieten die nordischen Märkte eine interessante Alternative. Schweden gilt als einer der wettbewerbsintensivsten Telekommärkte Europas – eine nachlassende Konkurrenzintensität und mögliche Marktkonsolidierungen könnten die Profitabilität der Branche nachhaltig verbessern.

Telia Company: Branchenführendes EBITDA-Wachstum erwartet

An erster Stelle der Goldman-Sachs-Favoritenliste steht Telia Company. Die Bank bekräftigte die Einstufung „Buy" und erhöhte ihr Vertrauen in die Aktie, nachdem Telia die Entscheidung getroffen hatte, die Mid-Market-Marke Halebop einzustellen. Laut Goldman Sachs stärkt dieser Schritt die Preismacht des Unternehmens in Schweden spürbar.

Das 12-Monats-Kursziel für Telia liegt bei 59 SEK, was einem Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent entspricht. Bis 2029 erwartet die Bank ein branchenführendes EBITDA-Wachstum von jährlich rund 6 Prozent, getragen von Kostensenkungen und potenziellen Marktkonsolidierungen. Zusätzlich gab Telia bekannt, den virtuellen Mobilfunknetzbetreiber Telness von der Nordic Communications Group zu übernehmen – inklusive einer langfristigen Vereinbarung zur Nutzung der Technologieplattform Seamless OS.

Telenor und Tele2: Weitere Profiteure der Marktbereinigung

Auf Platz zwei folgt Telenor, für das Goldman Sachs ebenfalls die Kaufempfehlung beibehält. Die Analysten sehen Telenor als Hauptprofiteur stärkerer Preistrends und eines rationalen Wettbewerbsumfelds in Schweden. Die schwedische Konsolidierung wird dabei als längerfristiger Katalysator für das Unternehmen eingestuft.

In einer aktuellen Transaktion einigte sich Telenor mit dem Investor Verdane auf eine gemeinsame Beteiligung an seiner IoT-Sparte Telenor Connexion. Das Geschäft bewertet das Unternehmen mit 7,5 Milliarden SEK, wobei Telenor 3,8 Milliarden SEK in bar aus der Transaktion erhält – ein klares Signal für den Wert der digitalen Infrastruktursparte.

Den dritten Platz belegt Tele2, für das Goldman Sachs die Kaufempfehlung ebenfalls aufrechterhält. Das Brokerhaus sieht Tele2 gut positioniert, um von der anhaltenden Preismacht und inflationsgebundenen Tarifanpassungen in Schweden zu profitieren. Das Unternehmen soll am branchenweiten Gewinnwachstum teilhaben, das durch eine günstige Marktstruktur und verringerte Wettbewerbsintensität angetrieben wird.

Zusammenfassend zeichnet Goldman Sachs ein konstruktives Bild für den gesamten nordischen Telekommunikationssektor. Die strukturellen Verbesserungen im schwedischen Markt – weniger Wettbewerb, höhere Preisdisziplin und mögliche Konsolidierungen – bilden das Fundament für die positive Einschätzung aller drei Betreiber bis zum Ende des Jahrzehnts.

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