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Goldman Sachs hebt Allegiant Travel nach Sun Country Fusion auf Kaufen

Die US-Investmentbank sieht nach der milliardenschweren Übernahme ein Kurspotenzial von 30 Prozent für die Billigfluggesellschaft.

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Goldman Sachs hebt Allegiant Travel nach Sun Country Fusion auf Kaufen

Goldman Sachs hat Allegiant Travel diese Woche von „Neutral" auf „Buy" hochgestuft und setzt damit auf die Wachstumschancen nach der geplanten Übernahme von Sun Country Airlines. Das neue Kursziel von 125 US-Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch. Die Aktie hat sich bereits in diesem Jahr stark entwickelt und legte um 18,5 Prozent zu – deutlich mehr als der S&P 500, der im gleichen Zeitraum nur rund 10 Prozent gewann.

Allegiant hatte im Januar angekündigt, Sun Country Airlines im Rahmen einer Transaktion aus Barmitteln und Aktien im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. CEO Gregory Anderson erklärte in einer Pressemitteilung, dass der Zusammenschluss der beiden Billigflieger eine „differenziertere und widerstandsfähigere Fluggesellschaft" schaffen werde. Das kombinierte Unternehmen wird über eine gemeinsame Flotte von 195 Flugzeugen verfügen.

Größere Flotte als Wachstumstreiber

Goldman-Analystin Catherine O'Brien sieht in der Transaktion erhebliche strategische Vorteile für Allegiant. „Die Fusion ermöglicht zusätzliche, profitable Wachstumschancen in einem sich verbessernden Wettbewerbsumfeld der Branche, ergänzt durch eine einzigartige Treibstoffabsicherung und eine attraktive Bewertung", schrieb sie in einer Kundenmitteilung vom Dienstag. O'Brien betont, dass die größere Flotte eine effizientere Nutzung der Maschinen ermögliche.

Konkret hob die Analystin hervor, dass der jüngste Kauf einer Boeing 737 durch Allegiant es Sun Country erlaube, Flugzeuge von Allegiant für eigene Flüge zu nutzen. Dies führe zu einem größeren Streckennetzwerk und damit zu mehr Wachstumspotenzial für das fusionierte Unternehmen. Für deutsche Anleger ist das Modell vergleichbar mit dem europäischer Billigflieger wie Ryanair oder easyJet, die ebenfalls auf Flottensynergien setzen.

Wegfall von Spirit Airlines stärkt Preismacht

Ein weiterer positiver Faktor für Allegiant ist laut Goldman Sachs das Aus von Spirit Airlines. O'Brien erläuterte, dass Spirit die Preisgestaltung in den bedienten Märkten über den gesamten Tag hinweg beeinflusst habe – selbst wenn ein Markt nur einmal täglich angeflogen wurde. Der Grund: Preisbewusste Kunden seien eher bereit, bei den Flugzeiten flexibel zu sein. Mit dem Wegfall von Spirit als Wettbewerber gewinnt die neue Allegiant damit mehr Spielraum bei der Preisgestaltung.

Beim Thema Treibstoffkosten sieht die Analystin Allegiant ebenfalls gut aufgestellt. Obwohl die Kerosinpreise aufgrund von Spannungen im Nahen Osten volatil geblieben sind, verfüge das Unternehmen über eine einzigartige Absicherungsstrategie, um den schwankenden Kosten entgegenzuwirken. Details zur konkreten Ausgestaltung dieser Absicherung nannte O'Brien in ihrer Mitteilung nicht.

Analysten gespalten – sechs Kaufempfehlungen, sechs Halteempfehlungen

Das Meinungsbild unter Analysten ist derzeit zweigeteilt. Von den 12 Analysten, die Allegiant Travel beobachten, vergeben sechs ein „Buy"- oder „Strong Buy"-Rating, wie Daten des Finanzdienstleisters LSEG zeigen. Die übrigen sechs bewerten das Papier mit einem Äquivalent zu „Hold". Goldman Sachs gehört mit der aktuellen Hochstufung nun zu den optimistischeren Stimmen am Markt.

Für Anleger bleibt die Fusion mit Sun Country der entscheidende Kurstreiber. Sollte die Transaktion wie geplant abgeschlossen werden und die erwarteten Synergien eintreten, könnte Allegiant Travel seinen Vorsprung gegenüber dem breiten Markt weiter ausbauen. Das Kursziel von 125 US-Dollar bleibt vorerst die zentrale Messlatte für den Erfolg der Strategie.

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