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Goldman Sachs erwartet 100 Börsengänge mit 160 Milliarden Dollar Volumen 2026

Trotz geopolitischer Unsicherheit und Marktvolatilität bleibt der IPO-Markt 2026 robust – mit SpaceX als potenziellem Mega-Börsengang.

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Goldman Sachs erwartet 100 Börsengänge mit 160 Milliarden Dollar Volumen 2026

Goldman Sachs prognostiziert für das Jahr 2026 insgesamt 100 Börsengänge (IPOs) mit einem Gesamtvolumen von 160 Milliarden US-Dollar. Damit korrigiert die US-Investmentbank ihre frühere Prognose von 120 IPOs nach unten – das anvisierte Gesamtvolumen bleibt jedoch unverändert. Als Hauptgründe für die reduzierte Anzahl nennen die Analysten geopolitische Unsicherheit sowie die jüngste Volatilität an den Aktienmärkten.

Interessant dabei: Das eigene IPO-Barometer von Goldman Sachs legt sogar 136 Börsengänge nahe. Die Diskrepanz zur offiziellen Prognose verdeutlicht, wie stark das aktuelle Marktumfeld die Emissionsbereitschaft von Unternehmen bremst – trotz grundsätzlich unterstützender Rahmenbedingungen.

Starke Ersttagsrenditen, aber schwächere Folgemonate

Goldman-Analyst Ben Snider stellt fest, dass der durchschnittliche Börsengang im Jahr 2026 am ersten Handelstag um 19 Prozent gestiegen ist – ein Wert, der exakt dem historischen Medianwert entspricht. Der Trend zeigt dabei ein bekanntes Muster: starke Kursgewinne am Ersttag, gefolgt von unterdurchschnittlichen Renditen in den darauffolgenden Monaten.

In den ersten drei Wochen des zweiten Quartals lag die durchschnittliche Ersttagsrendite der acht durchgeführten IPOs sogar bei 27 Prozent. Das übertrifft sowohl den historischen Median als auch die durchschnittliche Ersttagsrendite des ersten Quartals, die 16 Prozent betrug. Für Anleger, die auf kurzfristige Gewinne aus Börsengängen setzen, sind das ermutigende Signale.

Die IPO-Pipeline gilt laut Goldman Sachs als robust. Seit Jahresbeginn haben 53 Unternehmen ihren Börsengang beantragt – mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Snider kommentiert: „Obwohl die erhebliche Gewichtung von Softwaretiteln im IPO-Backlog weiterhin ein Abwärtsrisiko für die IPO-Aktivität darstellt, war keines der 19 Unternehmen, die seit Anfang April einen Börsengang beantragt haben, ein Softwareunternehmen."

Software-Übergewicht als Risikofaktor

Ein wesentlicher Gegenwind für den IPO-Markt 2026 ist die hohe Konzentration von Softwareunternehmen im Auftragsbestand aus dem Jahr 2025 – ihr Anteil beträgt rund 20 Prozent. Softwareaktien gelten als besonders anfällig für Bewertungskorrekturen in einem Umfeld steigender Zinsen und erhöhter Risikoaversion. Die Tatsache, dass zuletzt keine Softwareunternehmen mehr Börsengangsanträge gestellt haben, könnte auf eine Verschiebung hin zu anderen Sektoren hindeuten.

SpaceX: Der potenziell größte Börsengang der Geschichte

Das mit Abstand spektakulärste IPO-Vorhaben des Jahres ist jenes von SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Nach einer Fusion mit dem KI-Startup xAI wird SpaceX mit einer potenziellen Bewertung von über 1,75 Billionen US-Dollar an die Börse gehen. Laut Reuters bewertet der Deal das Raketenunternehmen mit 1 Billion US-Dollar und den Entwickler des Grok-Chatbots xAI mit 250 Milliarden US-Dollar.

Am Analystentag von SpaceX am 21. April wurde bekannt gegeben, dass das Börsendebüt Ende Juni stattfinden soll. Das Unternehmen strebt dabei eine Kapitalaufnahme von 75 Milliarden US-Dollar an – was diesen Börsengang zum weltweit größten aller Zeiten machen würde.

Goldman Sachs weist darauf hin, dass die IPO-Prognosen für 2026 Risiken unterliegen, die vor allem aus dem ungewissen Zeitpunkt und dem Umfang solcher Mega-Börsengänge resultieren. Historisch betrachtet waren die erfolgreichsten IPOs – sowohl in jüngster Zeit als auch über Jahrzehnte hinweg – jene Unternehmen, die einen kurzen und klaren Weg zur Profitabilität vorweisen konnten. Für Anleger bleibt das die entscheidende Kennzahl bei der Bewertung von Neuemissionen.

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