Globale Aktienfonds: Sechs Wochen in Folge mit Zuflüssen
Gewinnoptimismus nach starken Q1-Ergebnissen treibt globale Aktienfonds zur sechsten Woche in Folge mit Nettozuflüssen.

Globale Aktienfonds verzeichneten in der Woche bis zum 29. April die sechste Woche in Folge Nettozuflüsse. Laut Daten von LSEG Lipper flossen in diesem Zeitraum netto 18,91 Milliarden US-Dollar in globale Aktienfonds. Damit setzt sich der positive Trend fort, auch wenn die Zuflüsse gegenüber der Vorwoche mit 48,67 Milliarden US-Dollar deutlich geringer ausfielen.
Der Optimismus über starke Quartalsergebnisse überwog dabei die Sorgen der Anleger hinsichtlich des Nahostkonflikts und höherer Ölpreise. Der MSCI World Index erreichte in der vergangenen Woche ein Rekordhoch von 1.084,69 Punkten. Ausgelöst wurde dies durch robuste Ergebnisse mehrerer großer US-Technologieunternehmen sowie des südkoreanischen Chipherstellers Samsung Electronics.
LSEG-Daten zu 525 Titeln des MSCI World zeigten, dass rund 72 Prozent der Unternehmen die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der Analysten für das erste Quartal übertrafen. Diese breite Übertreffungsquote unterstreicht, wie stark die Berichtssaison die Stimmung der Anleger weltweit beflügelt hat.
Asien und Europa im Fokus
Besonders auffällig war der Rekord-Nettozufluss in asiatische Aktienfonds: Mit 10,82 Milliarden US-Dollar verzeichneten diese Fonds ihren höchsten wöchentlichen Zufluss aller Zeiten. Davon entfielen 8,27 Milliarden US-Dollar auf japanische Fonds und 2,31 Milliarden US-Dollar auf südkoreanische Inlandsfonds.
Europäische Aktienfonds zogen wöchentlich netto 5,83 Milliarden US-Dollar an, während US-amerikanische Aktienfonds mit 911 Millionen US-Dollar deutlich moderatere Zuflüsse verzeichneten. Der Technologiesektor erwies sich erneut als Magnet für Anleger und zog im Wochenverlauf netto 3,48 Milliarden US-Dollar an, womit sich die monatlichen Gesamtzuflüsse in diesem Sektor auf 22,9 Milliarden US-Dollar summierten.
Rentenfonds und Geldmarkt im Gegensatz
Auch globale Rentenfonds blieben gefragt und verzeichneten die vierte Woche in Folge Nettozuflüsse in Höhe von 14,19 Milliarden US-Dollar. Staatsanleihenfonds nahmen dabei netto 3,07 Milliarden US-Dollar auf – der höchste Wert seit drei Wochen. Hochzinsanleihenfonds zogen zusätzlich netto 2,44 Milliarden US-Dollar an.
Geldmarktfonds hingegen erlebten die dritte Woche in Folge Abflüsse: Anleger zogen netto 36,5 Milliarden US-Dollar ab. Dies deutet darauf hin, dass Kapital aus sicherheitsorientierten Instrumenten in risikoreichere Anlageklassen umgeschichtet wird.
Einen Stimmungsumschwung gab es auch bei Edelmetallen: Anleger zogen netto 1,46 Milliarden US-Dollar aus Gold- und anderen Edelmetall-Rohstofffonds ab und beendeten damit eine vierwöchige Phase von Zuflüssen in dieses Segment.
Schwellenländer mit gemischtem Bild
In den Schwellenländern zeigte sich ein zweigeteiltes Bild. Aktienfonds verzeichneten nach drei Wochen mit Zuwächsen Nettoabflüsse von 372 Millionen US-Dollar. Schwellenländer-Rentenfonds hingegen zogen die vierte Woche in Folge Nettozuflüsse von 999 Millionen US-Dollar an. Die Daten basieren auf einer Auswertung von 28.889 Fonds durch LSEG Lipper.
