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GitLab-Aktie: Über 40% Verlust – jetzt eine Kaufchance?

Die GitLab-Aktie ist 2025 massiv abgestraft worden. Doch günstige Bewertung und solides Wachstum sprechen für einen Einstieg.

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GitLab-Aktie: Über 40% Verlust – jetzt eine Kaufchance?

Die GitLab-Aktie (GTLB) hat seit Jahresbeginn mehr als 40% an Wert verloren und gehört damit zu den am stärksten gebeutelten Technologiewerten am Markt. Dabei zeigt das Unternehmen weiterhin solides Wachstum und eine außergewöhnlich hohe Kundenbindung. Für conträrisch denkende Anleger könnte sich hier eine seltene Gelegenheit ergeben.

GitLab betreibt eine Plattform für Development, Security und Operations – kurz DevSecOps. Die Software wird genutzt, um Programmcode sicher zu erstellen und zu speichern. Trotz stabiler Nutzerzahlen und keiner erkennbaren Abwanderung von Kunden hat der Markt die Aktie als Verlierer im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) abgestempelt.

Dieses negative Narrativ spiegelt sich auch in den jüngsten Analysteneinschätzungen wider. Die UBS startete die Aktie mit einem neutralen Rating, obwohl keine Anzeichen für eine Kundenabwanderung vorlagen. Die Analysten begründeten ihre Zurückhaltung damit, dass das Narrativ der KI-Verdrängung schwer abzuschütteln sei, solange das Unternehmen seine Wachstumsprognosen nicht nach oben korrigiere. Guggenheim stufte die Aktie ebenfalls von „Kaufen" auf „Neutral" herab – trotz einer erwarteten Umsatzsteigerung von 19% im laufenden Jahr.

Eine Bewertung, die kaum zu rechtfertigen ist

Besonders auffällig ist die aktuelle Bewertung der Aktie. GitLab wird derzeit mit einem erwarteten Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von lediglich 3 gehandelt. Für ein Unternehmen mit Bruttomargen von nahezu 90% und einem prognostizierten Umsatzwachstum zwischen 15% und 17% für das laufende Jahr ist das außergewöhnlich niedrig.

Noch deutlicher wird die Unterbewertung beim Blick auf den Enterprise Value im Verhältnis zum Umsatz (EV/S): Dieser liegt bei gerade einmal dem 2-Fachen – und das, obwohl mehr als ein Drittel der gesamten Marktkapitalisierung aus Barmitteln besteht. Solche Multiplikatoren werden üblicherweise SaaS-Unternehmen ohne oder mit rückläufigem Umsatzwachstum zugewiesen, nicht aber einem Unternehmen mit Wachstumsraten im mittleren Zehnerbereich.

Warum die KI-Verdrängungsthese zu kurz greift

Die pessimistischen Szenarien rund um eine mögliche KI-Disruption lassen einen entscheidenden Faktor außer Acht: den spezifischen Kundenstamm von GitLab. Das Unternehmen bedient vor allem Großkunden aus technologiefernen und stark regulierten Branchen – darunter Banken, Fertigungsunternehmen und den öffentlichen Sektor.

Diese Kunden agieren in der Regel wenig agil und legen besonderen Wert auf Sicherheit und Compliance. Zudem findet der Großteil des Geschäfts lokal (on-premises) statt und nicht in der Cloud. Beides macht eine schnelle Verdrängung durch KI-Alternativen deutlich unwahrscheinlicher als bei anderen Softwareanbietern.

Hinzu kommt die sehr hohe Brutto-Bindungsrate (Gross Retention Rate), die Guggenheim selbst bei der Herabstufung ausdrücklich hervorhob. Nur sehr wenige Kunden verlassen die Plattform – ein starkes Zeichen für die Qualität und Unverzichtbarkeit des Produkts.

Langfristige Chancen durch Duo AI und neues Preismodell

Langfristig bietet GitLab mit seiner Duo AI-Suite und der Umstellung auf ein hybrides Abrechnungsmodell aus Nutzerlizenzen und verbrauchsbasierter Abrechnung (Seat plus Consumption) zusätzliches Wachstumspotenzial. Das Unternehmen generiert bereits einen starken freien Cashflow und verfügt über eine solide Bilanz.

Das alte Börsensprichwort „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind" scheint auf die aktuelle Situation bei GitLab zuzutreffen. Ein EV/S-Multiplikator von 2 erscheint für ein wachsendes, margenstarkes und finanziell gesundes Unternehmen mit einer treuen Kundenbasis kaum gerechtfertigt – und könnte für geduldige Anleger eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen.

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