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Gewinneinbruch bei deutschen Autoherstellern

Absatzrückgang und schwache Konjunktur belasten BMW, Mercedes und VW erheblich

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Gewinneinbruch bei deutschen Autoherstellern

Die deutsche Autoindustrie erlebt in der ersten Jahreshälfte 2024 einen deutlichen Rückgang der Gewinne. Laut einer aktuellen Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY sanken die operativen Gewinne (Ebit) der großen deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Juni erzielten die drei Unternehmen zusammen einen Gewinn von 25,9 Milliarden Euro, was eine deutliche Einbuße gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese Entwicklung ist Teil einer allgemeinen Schwächephase der weltweiten Autokonjunktur, die sich auch in einem rückläufigen Absatz bemerkbar macht.

Trotz des rückläufigen Gewinns konnten die Automobilhersteller ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2024 noch um 3,7 Prozent auf gut eine Billion Euro steigern. Allerdings ist auch der globale Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 7,8 Prozent gesunken und liegt nun bei 80,4 Milliarden Euro. Besonders die Autobauer aus Japan konnten von einem Gewinnplus von rund 37,1 Prozent und einem Umsatzwachstum von 14,2 Prozent profitieren, was vor allem auf den Wertverfall des Yen zurückzuführen ist. Dieser Währungseffekt macht japanische Produkte im Ausland günstiger und führte zu Wechselkursgewinnen.

Laut EY-Marktbeobachter Constantin Gall ist dieses auf Währungseffekten basierende Gewinnwachstum jedoch trügerisch und verdeckt die tatsächlich schlechtere Gewinnsituation in der Autoindustrie. Viele Hersteller, insbesondere außerhalb Japans, kämpfen mit erheblichen Einbußen. Angesichts der hohen Investitionen in die Elektromobilität, Lieferproblemen bei Komponenten, problematischen Modellwechseln und Rabattaktionen wird erwartet, dass die Gewinne der Unternehmen weiter unter Druck geraten. Gall prognostiziert daher umfassende Sparmaßnahmen in der Branche. Die Hersteller seien gezwungen, ihre internen Strukturen zu optimieren und Kosteneinsparungen vorzunehmen, während gleichzeitig gezielte Investitionen in den Markenkern und das Leistungsversprechen erfolgen müssen.

Die Profitabilität der Autohersteller ist ebenfalls zurückgegangen, wie die durchschnittliche Ebit-Marge zeigt, die um einen Prozentpunkt auf 8,0 Prozent gesunken ist. Am profitabelsten zeigte sich der südkoreanische Hersteller Kia mit einer Marge von 13,1 Prozent, gefolgt von Mercedes mit 10,9 Prozent und BMW mit 10,8 Prozent. Auch der E-Auto-Hersteller Tesla musste einen deutlichen Rückgang der Marge verzeichnen, die von 10,5 auf 5,9 Prozent sank. Gall fasste die Lage zusammen: „Die Party in der Autoindustrie ist vorüber.“ Die schwache Konjunktur, die niedrige Kaufbereitschaft und die unsichere Zukunft des Verbrennungsmotors sorgen dafür, dass sich die Situation nicht schnell verbessern wird.

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