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Frasers plant weiteren Ausbau bei Hugo Boss

Britischer Händler strebt höhere Anteile und Aufsichtsratssitze an

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Frasers plant weiteren Ausbau bei Hugo Boss

Der britische Sport- und Modehändler Frasers hat beim deutschen Bundeskartellamt Pläne zum Erwerb von Anteilen am Modekonzern Hugo Boss eingereicht. Dies wurde von einem Sprecher der Bonner Behörde bestätigt, der jedoch keine Angaben zur genauen Höhe der geplanten Beteiligung machte. Die Behörde hat nun einen Monat Zeit, um die Pläne zu prüfen, da sie sich auf den deutschen Markt auswirken könnten. Das Kartellamt prüft regelmäßig Zusammenschlüsse oder Minderheitsbeteiligungen, um potenzielle Auswirkungen auf den Wettbewerb zu analysieren.

Frasers, das bereits in der Vergangenheit seinen Anteil an Hugo Boss kontinuierlich erhöht hat, betrachtet die Boss-Aktien als ein strategisches Investment. Zuletzt hatte Hugo Boss Mitte August in einer Pflichtmitteilung bekannt gegeben, dass Frasers inzwischen direkt mehr als 15 Prozent der Anteile am Unternehmen hält. Es wird erwartet, dass Frasers in den kommenden zwölf Monaten weitere Aktien erwirbt. Zusätzlich strebt das Unternehmen eine „angemessene Vertretung“ im Aufsichtsrat von Hugo Boss an, um seine strategischen Interessen im Unternehmen besser vertreten zu können. Die Beteiligung von Frasers an Hugo Boss besteht seit dem Jahr 2020 und hat sich seitdem schrittweise vergrößert.

Hugo Boss, ein Modekonzern mit Sitz in Metzingen, hat mit Frasers einen bedeutenden Anteilseigner gewonnen. Dennoch bleibt die italienische Unternehmerfamilie Marzotto der größte Einzelaktionär des Unternehmens. Die Marzotto-Familie kontrolliert über zwei Gesellschaften rund 15 Prozent der Anteile an Hugo Boss. Diese Beteiligung stellt sicher, dass die Familie weiterhin einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmensführung ausüben kann.

Frasers hat sich in Deutschland bereits zuvor nach Investitionsmöglichkeiten umgesehen. So zeigte das Unternehmen Interesse an der Übernahme der Sporthandelskette SportScheck, die schließlich jedoch an den italienischen Sportfachhändler Cisalfa verkauft wurde. Hinter der britischen Firma Frasers steht der Milliardär Mike Ashley, der als treibende Kraft hinter den Expansionsplänen und strategischen Investitionen des Unternehmens gilt. Mit den weiteren möglichen Zukäufen von Hugo-Boss-Aktien könnte Frasers seine Position im Unternehmen noch weiter stärken und einen noch größeren Einfluss auf die zukünftige Entwicklung des Modekonzerns nehmen.

FrasersHugo BossAktien

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