ANZEIGE

Fortescue steigert Eisenerz-Ausstoß und kürzt Projekte

Rückzug aus Wasserstoffvorhaben senkt Kosten und stützt Dividendenerwartung

2 Min
Fortescue steigert Eisenerz-Ausstoß und kürzt Projekte

Fortescue hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 mit einem Rekord bei den Eisenerzlieferungen überzeugt und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktie des australischen Bergbaukonzerns legte daraufhin um über fünf Prozent zu, obwohl der gesamte Minenindex rückläufig war. Insgesamt verschiffte Fortescue im Zeitraum 55,2 Millionen Tonnen Eisenerz – mehr als im Vorjahreszeitraum, als 53,7 Millionen Tonnen erreicht worden waren.

Im gesamten Geschäftsjahr 2025 setzte das in Perth ansässige Unternehmen 198,4 Millionen Tonnen ab und erreichte damit das obere Ende seiner eigenen Prognose von 190 bis 200 Millionen Tonnen. Die Produktionskosten pro Einheit sanken auf das niedrigste Niveau seit 2020. Auch für das kommende Jahr stellt Fortescue erneut einen Produktionsrekord in Aussicht. Das Unternehmen erwartet für das am 30. Juni 2026 endende Geschäftsjahr Liefermengen zwischen 195 und 205 Millionen Tonnen, davon 10 bis 12 Millionen Tonnen aus dem Magnetit-Projekt Iron Bridge.

Parallel zu den positiven operativen Zahlen gab Fortescue jedoch bekannt, sich aus zwei Großprojekten im Bereich grüner Wasserstoff zurückzuziehen. Die Vorhaben im australischen Gladstone (PEM50) und im US-Bundesstaat Arizona sollen nicht weiterverfolgt werden. Stattdessen prüft das Unternehmen eine mögliche Umnutzung der bereits genutzten Flächen und Anlagen. In der Folge rechnet Fortescue mit einer außerordentlichen Abschreibung in Höhe von etwa 150 Millionen US-Dollar im zweiten Halbjahr.

Die Aufgabe der Wasserstoffprojekte erlaubt dem Konzern zugleich eine Reduzierung seiner geplanten Ausgaben. Für das laufende Geschäftsjahr 2025 wurde ein Kapitalaufwand von 3,9 Milliarden US-Dollar genannt. Für das kommende Jahr wird dieser mit 3,3 bis 4 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Ausgaben im Bereich Energie lagen mit 400 Millionen US-Dollar deutlich unter der ursprünglichen Prognose von 700 Millionen US-Dollar.

Analysten bewerten die Ausgabenkürzungen als positiv für die Aktionäre. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Fortescue seine Dividendenpolitik beibehalten kann. Der Bergbaukonzern, der vom Milliardär Andrew Forrest geführt wird, will am 25. August seine Jahresergebnisse vorlegen. Iron Bridge, Fortescues Magnetitprojekt in der Pilbara-Region, wird aufgrund technischer Verzögerungen erst im Geschäftsjahr 2028 vollständig hochgefahren. Der ursprünglich für dieses Jahr geplante vollständige Produktionsausbau verzögert sich damit um drei Jahre.

FortescueEisenerzExportAktienFinanzen

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer