Fords Kurswechsel in Deutschland
Konsolidierung und Fokussierung auf Elektroantriebe in Köln

Ford hat angekündigt, sein Forschungszentrum in Aachen Mitte 2024 zu schließen und seine Aktivitäten nach Köln zu verlegen. Dieser Schritt ist Teil der laufenden Bemühungen des Unternehmens, sich neu zu positionieren und seine Forschungs- und Innovationsaktivitäten zu konsolidieren.
Das Forschungszentrum in Aachen, das 1994 eröffnet wurde, beschäftigte zuletzt über 200 Mitarbeiter. Die Entscheidung, das Zentrum zu schließen, erfolgt im Rahmen der Strategie des Unternehmens, sich verstärkt auf den Bereich Elektromobilität zu konzentrieren. Köln, wo Ford zu Jahresbeginn fast 14.000 Mitarbeiter hatte, wird in den kommenden Jahren ein zentraler Produktionsstandort für Elektroautos des Unternehmens sein. Dabei wird der Kölner Standort erhebliche Investitionen erfahren, um ihn für die Herstellung von Elektroautos fit zu machen.
Es ist erwähnenswert, dass diese Entscheidung folgt, nachdem Ford im Sommer die Produktion seines berühmten Kleinwagens Fiesta eingestellt hat. Das Unternehmen steht vor signifikanten Veränderungen in seiner globalen Strategie, wobei der Schwerpunkt auf Elektrofahrzeugen und einer stärkeren Anpassung an den globalen Wettbewerb liegt.
In einem Brief an die Mitarbeiter von Ford Deutschland erläuterte der Deutschlandchef Martin Sander den Schritt. Er betonte die Notwendigkeit, die Ressourcen des Unternehmens zu bündeln und die verbleibenden Aktivitäten aus Aachen in Köln zu integrieren. Leider wird dieser Prozess auch den Verlust einiger Arbeitsplätze bedeuten.
Eine weitere wesentliche Veränderung im Unternehmen ist die Entscheidung, bestimmte Entwicklungskompetenzen zurück in die US-Zentrale zu verlagern. Das bedeutet, dass trotz der Investitionen in den Kölner Standort die Gesamtzahl der Arbeitsplätze bei Ford in Deutschland wahrscheinlich sinken wird.
