ANZEIGE

Finanzmärkte entspannen sich: Positive Stimmung trotz Verlusten

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

2 Min
Finanzmärkte entspannen sich: Positive Stimmung trotz Verlusten

Nach der Übernahme der angeschlagenen Credit Suisse durch die UBS zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt weiterhin eine positive Stimmung ab. Der DAX wird nach vorbörslichen Indikationen auf XETRA bei rund 15.005 Punkten erwartet, was ein Plus von rund einem halben Prozent bedeutet. Auch an der Wall Street gab es Grund zur Freude: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher auf 32.244 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,9 Prozent auf 3951 Punkte zu. Allerdings bleibt die angeschlagene US-Regionalbank First Republic ein Sorgenkind: Die Aktien verloren im US-Handel 47 Prozent aufgrund von Spekulationen, dass der regionale Kreditgeber eine zweite Geldspritze benötigen könnte.

In Asien stabilisieren sich am Morgen die Börsen. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus, während die Märkte in Japan aufgrund eines Feiertags geschlossen blieben. Angesichts der Schieflagen einiger Banken infolge der rasch gestiegenen Leitzinsen in den USA und Europa rücken nun die Notenbanken wieder stärker in den Fokus der Beobachter. Die Anleger blicken dabei vor allem auf die morgen anstehende Zinssitzung der US-Notenbank. Die Währungshüter könnten bei weiteren Zinsschritten einen Gang zurückschalten. Das gilt auch für die Europäische Zentralbank (EZB).

Der Euro hält sich am Morgen weiterhin über der Marke von 1,07 Dollar und notiert aktuell bei 1,0720 Dollar. Am Rohstoffmarkt gibt es vorerst wenig Bewegung: Ein Barrel der Nordsee-Ölsorte Brent kostet im frühen Handel 73 Dollar, während der Preis für die Feinunze Gold bei 1982 Dollar liegt.

Auf dem deutschen Aktienmarkt steht am Morgen der Energiekonzern RWE mit seinem Geschäftsausblick im Fokus. RWE will nach Zuwächsen im neuen Geschäftsjahr operativ an das Ergebnis von 2022 anknüpfen und ein bereinigtes operatives Ergebnis auf Konzernebene zwischen 5,8 bis 6,4 Milliarden Euro erzielen. Im vergangenen Jahr hatte der größte deutsche Stromerzeuger 6,3 Milliarden Euro erzielt. Die Aktionäre, darunter der Staatsfonds aus Katar, sollen eine Dividende von 90 Cent je Aktie erhalten.

Volkswagen hat angekündigt, die Geländewagenmarke Scout in den Vereinigten Staaten mit elektrischen Pickups und SUVs der nächsten Generation wiederzubeleben. Der geplante Zwei-Milliarden-Dollar teure Bau des Werks für die Marke Scout wird vom US-Bundesstaat South Carolina mit 1,29 Milliarden Dollar bezuschusst. Das Projekt könne außerdem bis zu 180 Millionen Dollar an Steuergutschriften für die Entwicklung von Arbeitsplätzen erhalten.

Die Abschreibung bestimmter Schuldtitel (AT1) der Credit Suisse hat laut einem Medienbericht dazu geführt, dass der Anleiheverwalter Pimco rund 340 Millionen Dollar verloren hat. Das Gesamtengagement des amerikanischen Investmentmanagements bei dem Schweizer Kreditgeber beläuft sich ohne die AT1-Schuldtitel auf über vier Milliarden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Verluste seien durch die Gewinne in anderen Anleihen nach der Rettungsfusion mit UBS aufgefangen worden. Die Finanzmärkte bleiben jedoch trotz dieser Verluste insgesamt entspannt und zeigen sich zuversichtlich, dass eine Bankenkrise wie 2008 vermieden werden kann. Der Blick richtet sich nun auf die Zinssitzung der US-Notenbank, bei der weitere Schritte in Richtung Inflationserhöhung erwartet werden. Die Entscheidungen der Notenbanken werden auch in Zukunft die Richtung der Finanzmärkte maßgeblich beeinflussen.

FinanzmarktDAXBörseIndizesAktienCredit SuisseUBSEuroVolkswagenRWE

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer