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Fed sorgt für Ernüchterung im DAX: US-Börsen unter Druck

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Fed sorgt für Ernüchterung im DAX: US-Börsen unter Druck

Die Entscheidung der US-Notenbank Fed, den Leitzins trotz des jüngsten Bankenbebens erneut anzuheben, hat an den US-Börsen für Verluste gesorgt. Auch der DAX wird voraussichtlich unter Druck geraten, was die jüngste Erholungsbewegung des Leitindex vorerst beendet. Die Deutsche Telekom gerät zudem wegen ihrer Verbindungen zum chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei in den Fokus.

Die US-Notenbank hat trotz des jüngsten Bankenbebens ihren Schlüsselsatz um einen Viertel-Prozentpunkt erhöht und damit die Erwartungen einiger Anleger auf ein Ende der Zinserhöhungen oder sogar auf Zinssenkungen in diesem Jahr enttäuscht. US-Finanzministerin Janet Yellen hat zudem betont, dass eine pauschale Einlagensicherung zur Stabilisierung des Bankensystems kein Thema sei. Die Börsen in den USA reagierten darauf mit Kursverlusten, die auch den DAX belasten dürften.

Die Deutsche Telekom gerät derweil wegen ihrer Verbindungen zum chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei in den Fokus. Bundesinnenministerin Nancy Faeser äußerte sich besorgt darüber und auch US-Politiker zeigen Unverständnis für die deutschen Verbindungen. Der DAX-Konzern muss zudem im milliardenschweren Rechtsstreit um Gelder aus dem Iran in den USA eine Niederlage hinnehmen.

Insgesamt gehen viele Experten davon aus, dass der DAX in naher Zukunft weiterhin unter Druck stehen wird. Die Fed äußerte sich vager, was mögliche weitere Zinserhöhungen anbelangt. Der Zinsgipfel scheint in Reichweite zu sein, und die Fed-Oberen gehen nur noch von einem weiteren 25-Basispunkte-Schritt aus. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Erhöhung auf der Sitzung im Mai wird auf 62 Prozent taxiert.

Nicht nur der DAX, sondern auch asiatische Aktienmärkte haben unter den jüngsten Entwicklungen gelitten. Anleger reduzieren ihr Risiko und die Minuszeichen dominieren. Der Nikkei-Index lag zum Handelsschluss in Tokio 0,2 Prozent tiefer bei 27.420 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1954 Punkten.

Auch der Dollar steht nach dem Fed-Entscheid weiter unter Druck, während der Euro im frühen Handel weiter Boden gutmacht und sogar die Marke von 1,09 Dollar überspringen konnte. Gold hat gestern Abend ebenfalls Kursgewinne verzeichnet und heute früh weiter ausgebaut.

In Bezug auf deutsche Unternehmen gab es auch einige positive Nachrichten. Porsche-Mitarbeiter profitieren mit bis zu 9050 Euro Prämie von den starken Geschäftszahlen des Sport- und Geländewagenbauers. Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials will nach einem Milliardengewinn mehr an seine Aktionäre ausschütten und der Online-Immobilienmarktplatz Scout24 zahlt seinen Aktionären nach einem kräftigen Gewinnzuwachs im vergangenen Jahr mehr Dividende. Es gibt jedoch auch einige negative Entwicklungen bei deutschen Unternehmen. So musste der Wiener Immobilienkonzern CA Immo aufgrund von Neubewertungen seiner Büroimmobilien im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Konzerngewinn sackte 2022 um 84 Prozent auf 75,5 Millionen Euro ab. Auch der Bausoftwareanbieter Nemetschek rechnet wegen der Umstellung auf das in der Branche inzwischen übliche Abomodell 2023 mit einem deutlich langsameren Wachstum als zuletzt.

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