FAT-Brands-Gründer Wiederhorn: Kreditgeber fordern jetzt seine Absetzung
Andrew Wiederhorn kämpft um die Kontrolle über FAT Brands – nun machen auch seine eigenen Kreditgeber Druck.

Andrew Wiederhorn, Gründer und Chef des US-amerikanischen Restaurantkonzerns FAT Brands, steht unter wachsendem Druck. Nachdem er das Unternehmen bereits durch staatliche Ermittlungen und Investorenklagen geführt hat, fordern nun die Kreditgeber des Konzerns seine Absetzung. Damit öffnet sich eine neue Front im Kampf um die Kontrolle über den Betreiber der Fastfood-Kette Fatburger.
Wiederhorn hatte FAT Brands über Jahre trotz erheblicher rechtlicher Turbulenzen geführt. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsichtsbehörde SEC ermittelten wegen mutmaßlicher Steuervergehen und Eigengeschäften gegen ihn. Dennoch behauptete er seine Stellung an der Spitze des Unternehmens.
Kreditgeber als neue Bedrohung
Nun wächst der Widerstand aus einer unerwarteten Richtung: Jene Finanziers, die FAT Brands über die Jahre mit Kapital versorgt haben, verlangen offenbar einen Führungswechsel. Dieser Schritt markiert eine deutliche Eskalation der Auseinandersetzungen rund um das Unternehmen.
FAT Brands ist vor allem in den USA bekannt und betreibt neben Fatburger auch weitere Restaurantketten. Für deutsche Anleger ist der Fall ein Beispiel dafür, wie rechtliche Risiken und Governance-Schwächen langfristig die Finanzierungsbasis eines Unternehmens gefährden können. Die Situation verdeutlicht, welche Macht institutionelle Kreditgeber gegenüber dem Management ausüben können, wenn das Vertrauen schwindet.
