ANZEIGE

Euronext-Weizen springt 4% auf Sechswochenhoch wegen Asowschem Meer

Spekulationen über eine mögliche Sperrung des Asowschen Meeres treiben den Weizenpreis auf den höchsten Stand seit sechs Wochen.

• 1 Min
Euronext-Weizen springt 4% auf Sechswochenhoch wegen Asowschem Meer

Der Weizenpreis an der Euronext hat am Freitag kräftig zugelegt. Mahlweizen mit Liefertermin September kletterte um 4,3% auf €213,75 ($244,21) pro Tonne – der höchste Stand seit dem 26. Mai. Auslöser sind Marktspekulationen über eine mögliche Sperrung des Asowschen Meeres für den gesamten Schiffsverkehr.

Hintergrund ist eine Eskalation im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland auf dem Wasser. Die Ukraine hat mehrere russische Tanker im Asowschen Meer angegriffen, das über eine enge Verbindung mit dem Schwarzen Meer verfügt. Händler berichten von Diskussionen darüber, dass Russland das Asowsche Meer als Reaktion für den gesamten Schiffsverkehr sperren könnte.

Russland als weltgrößter Weizenlieferant im Fokus

Die Nervosität an den Getreidemärkten ist verständlich: Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur. Jede Störung der Schifffahrtsrouten über das Asowsche Meer und das Schwarze Meer hätte unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Weizenlieferketten. Für deutsche und europäische Importeure sowie die Lebensmittelindustrie sind solche Preisbewegungen daher von direkter Relevanz.

Die Ukraine hat zuletzt ihre Angriffe auf russische Energieanlagen und Frachten intensiviert. Russische Getreideanlagen wurden bislang jedoch nicht direkt ins Visier genommen. Dennoch reichen die Spekulationen über eine mögliche Schifffahrtssperrung aus, um die Märkte in Aufruhr zu versetzen.

Auch Chicago-Weizen auf Sechswochenhoch

Die Preisbewegung beschränkt sich nicht auf Europa. Auch der Weizenkontrakt an der Chicago Board of Trade (CBOT) stieg auf ein Sechswochenhoch. Dies zeigt, dass die Sorgen über Exportunterbrechungen die globalen Getreidemärkte gleichermaßen erfassen.

Für Anleger und Marktbeobachter verdeutlicht die heutige Preisbewegung einmal mehr, wie sensibel die Agrarmärkte auf geopolitische Entwicklungen reagieren. Schon die bloße Spekulation über eine mögliche Sperrung – ohne konkrete Bestätigung – reicht aus, um den Weizenpreis innerhalb eines Handelstages um mehr als vier Prozent nach oben zu treiben. Deutsche Privatanleger, die in Agrarrohstoffe oder entsprechende ETFs investiert sind, sollten die Lage im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer weiterhin aufmerksam verfolgen.

WeizenpreisEuronextAsowsches MeerWeizenexport RusslandGetreidepreiseChicago Board Of TradeSchwarzes Meer

Meistgelesene News

  1. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  2. Beschlagnahmte Iran-Öltanker segeln langsam in Richtung USA
  3. Alphabet und Nvidia: Was 1.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  4. Ölpreis stabilisiert sich: USA und Iran prüfen gestaffelten Hormus-Deal
  5. Iran erhält offizielle US-Antwort auf Friedensvorschlag

Disclaimer