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EU-Kommission startet Verfahren gegen X wegen illegaler Inhalte

Die Prüfung erstreckt sich auf Hassrede und den umstrittenen 'blauen Haken' auf der Plattform

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EU-Kommission startet Verfahren gegen X wegen illegaler Inhalte

Die Europäische Kommission hat heute offiziell ein Verfahren gegen die Online-Plattform X (ehemals Twitter) eingeleitet. Grund hierfür sind Vorwürfe der "Verbreitung illegaler Inhalte", darunter Hassrede, Hetze und Falschinformationen. Dieses Vorgehen erfolgt im Rahmen des Gesetzes für digitale Dienste (DSA), das Online-Plattformen zur strikten Bekämpfung dieser problematischen Inhalte verpflichtet.

Die Untersuchung der EU-Behörde erstreckt sich auf mehrere Aspekte, darunter die Einhaltung der EU-Regeln zum Risikomanagement, zur Moderation von Inhalten, zur Werbetransparenz und zum Datenzugriff für Forscher. Besonders im Fokus steht dabei auch die Prüfung von sogenannten "Dark Patterns". Diese fragwürdigen Praktiken zielen darauf ab, die Autonomie und Informationsfreiheit der Nutzer zu beeinträchtigen, indem sie deren Entscheidungsfähigkeit gezielt verzerren.

Dies ist nicht das erste Mal, dass X in die Kritik gerät. Die Plattform wurde bereits zuvor für ihre unzureichende Bekämpfung von Falschinformationen und Hassrede kritisiert. Die EU-Kommission hatte bereits im Vorfeld eine offizielle Anfrage an das soziale Netzwerk gestellt, nachdem zahlreiche illegale und irreführende Beiträge in Bezug auf den Nahostkonflikt gemeldet worden waren. Die Antworten von X auf diese Informationsanfrage wurden jedoch als unzureichend bewertet.

Besonders bemerkenswert ist, dass dies das erste Verfahren ist, das aufgrund des neuen DSA-Gesetzes gegen eine Online-Plattform durchgeführt wird. Im schlimmsten Fall könnte X am Ende dieses Verfahrens mit einer erheblichen Geldstrafe konfrontiert sein.

Ein weiterer interessanter Aspekt des Verfahrens betrifft den sogenannten "blauen Haken", der Accounts auf X verifiziert, die mit Abonnements verknüpft sind. Die EU-Kommission wird auch diesen Aspekt prüfen, um sicherzustellen, dass die Verifizierung nicht täuschend wirkt. Elon Musk, der Inhaber von X, führte kürzlich ein Abonnementmodell ein, das es Nutzern ermöglicht, den blauen Haken zu erwerben. Dieser Haken diente zuvor dazu, die Authentizität von Profilen von Institutionen und Prominenten zu bestätigen. Die Kommission vermutet, dass X möglicherweise nicht ausreichend Informationen über Werbeanzeigen auf der Plattform bereitstellt.

Das Verfahren gegen X wird sicherlich für Aufsehen sorgen und die Diskussion über die Verantwortung von Online-Plattformen für die Verbreitung illegaler Inhalte und Falschinformationen weiter vorantreiben. Die EU-Kommission wird die Untersuchung mit großer Sorgfalt durchführen, um sicherzustellen, dass die Regeln und Vorschriften im digitalen Raum eingehalten werden.

XEuropäische KommissionKlage

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