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Eni erwägt Sonderdividende: Energie- und Versorgermärkte im Überblick

Analysten sehen bei Eni Spielraum für eine Sonderdividende, während Electricity Generating auf ein US-Kraftwerk setzt und die Ölpreise nachgeben.

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Eni erwägt Sonderdividende: Energie- und Versorgermärkte im Überblick

Die Energie- und Versorgermärkte stehen zum Handelsstart im Zeichen mehrerer Analysteneinschätzungen und der Entwicklung an den Rohölmärkten. Im Zentrum der aktuellen Market Talks, die exklusiv über Dow Jones Newswires verbreitet wurden, stehen der italienische Energiekonzern Eni, der thailändische Stromproduzent Electricity Generating sowie die zuletzt leicht sinkenden Ölpreise. Für deutsche Anleger liefern die Meldungen einen kompakten Überblick über die Stimmung in der Branche.

Eni: Spielraum für eine Sonderdividende

Der Analyst Biraj Borkhataria von RBC Capital Markets schreibt, dass Eni bei den Ergebnissen für das dritte Quartal eine Sonderdividende in Höhe von 1 billion Euro ankündigen könnte. Der finanzielle Spielraum des italienischen Energiekonzerns mache eine solche Ausschüttung möglich, da die Ölpreise seitwärts über 90 US-Dollar pro Barrel lagen. Das zusätzliche Cashflow-Potenzial könnte zudem den Aktienrückkauf weiter erhöhen, fügt der Analyst hinzu.

Eni hat sein Rückkaufprogramm für das laufende Jahr bereits deutlich ausgeweitet – von zuvor 1.5 billion Euro auf 3.4 billion Euro. An der Börse notiert die Aktie mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 26,23 Euro. Sollte sich die Einschätzung von RBC bestätigen, wäre dies ein Signal für die anhaltend starke Kapitalrückführung des Konzerns an seine Aktionäre.

Electricity Generating setzt auf US-Kraftwerk

Positiv fällt auch der Ausblick für Electricity Generating aus. Nach Einschätzung des Analysten Rasmiman Sermprasert von CGS International dürften die Ergebnisse des thailändischen unabhängigen Stromerstellers von seinem größeren Anteil am 980 Megawatt starken Linden-Cogen-Kraftwerk in den USA profitieren. Der Konzern hat in diesem Monat einen Kaufvertrag unterzeichnet, um einen zusätzlichen Anteil von 12 Prozent zu erwerben, wodurch sich sein Eigentumsanteil auf 50 Prozent erhöht.

Dies sollte ab dem Jahr 2027 gewinnsteigernd für Electricity Generating wirken, da die entsprechenden behördlichen Genehmigungen in den USA voraussichtlich bis Anfang Januar 2027 erteilt werden sollen. Die Wertpapierfirma hebt ihre EPS-Prognosen für die Jahre 2027 und 2028 um jeweils 3 Prozent beziehungsweise 2 Prozent an. Damit steigt das Kursziel der Aktie von 158,00 Baht auf 158,50 Baht bei unveränderter „Add“-Einstufung. Die Aktie notiert unverändert bei 125,50 Baht.

Ölpreise geben leicht nach

Im frühen asiatischen Handel sinken die Ölpreise leicht. „Die Trump-Administration spricht weiterhin über ihre Bemühungen, die Ölförderung zu stützen, wobei Energieminister Chris Wright sagte, dass sie sich wieder auf etwa 80 Prozent ihres Niveaus vor dem Konflikt erholt haben“, zitiert ANZ Research in einem Bericht. Allerdings würden die Bemühungen zur Stützung des Kraftstoffmarkts wahrscheinlich nicht ausreichen, so die Analysten, die auf steigende Angebotsrisiken im Nahen Osten verweisen.

Wie das WSJ berichtete, stellt der Iran der houthistischen Miliz in Jemen Intelligenz und Zielunterstützung für Angriffe auf Saudi-Arabien bereit. Diese geopolitische Spannung bleibt ein bestimmender Faktor für die weitere Preisentwicklung am Rohölmarkt.

Konkret liegen die WTI-Rohöl-Futures mit der nächsten Fällung um 0,3 Prozent niedriger bei 103,32 US-Dollar pro Barrel. Die Brent-Rohöl-Futures mit der nächsten Fällung sind um 0,2 Prozent auf 109,36 US-Dollar pro Barrel gefallen.

Für deutsche Anleger bleibt die Gemengelage gemischt: Während Eni dank solider Ölpreise und eines großen Rückkaufprogramms auf eine mögliche Sonderausschüttung hoffen lässt, belasten geopolitische Risiken und eine schwächere Ölnotierung die Stimmung. Die Analystenempfehlungen aus den Market Talks, die von Dow Jones Newswires um 4:20 Uhr ET, 12:20 Uhr ET und 16:50 Uhr ET veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Branche weiterhin genau beobachtet wird.

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