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Energieunabhängigkeit durch Batteriespeicher: Der Schlüssel zur effizienten Nutzung von Photovoltaikanlagen

Tipps zur Auswahl, Installation und Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern für Solarstrom

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Energieunabhängigkeit durch Batteriespeicher: Der Schlüssel zur effizienten Nutzung von Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen sind heutzutage sehr beliebt, da sie es ermöglichen, eigenen Strom zu erzeugen. Doch um diesen unabhängig von der Tageszeit nutzen zu können, benötigt man eine Möglichkeit zur Speicherung. Die Nachfrage nach Batteriespeichern, die genau das ermöglichen, wächst stetig.

In Deutschland sind bereits eine Million Batteriespeicher in Wohnhäusern und Gewerbebetrieben installiert, und allein in diesem Jahr wurden fast 500.000 neue Geräte ans Stromnetz angeschlossen. Wer darüber nachdenkt, einen Stromspeicher zu erwerben, sollte sich jedoch gründlich informieren, denn solche Geräte kosten mehrere Tausend Euro. Hier sind einige wichtige Informationen und Tipps von Experten.

Ein Batteriespeicher ermöglicht es, den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern und später am Abend oder am nächsten Morgen zu nutzen. Dies löst ein häufig auftretendes Problem: Photovoltaikanlagen erzeugen tagsüber viel Strom, während der Strombedarf in Haushalten morgens und abends am höchsten ist. Der Batteriespeicher gleicht dieses Ungleichgewicht aus und ermöglicht es einer Familie, etwa doppelt so viel eigenen Solarstrom zu nutzen wie ohne Speicher, was etwa 60 Prozent entspricht.

In den meisten Fällen wird der Batteriespeicher zusammen mit einer neuen Photovoltaikanlage installiert. Es ist jedoch auch möglich, eine bestehende Anlage nachzurüsten. In beiden Fällen fällt keine Mehrwertsteuer für die Anschaffung an. Technisch gesehen müssen beim Nachrüsten zusätzlich zum vorhandenen Solarwechselrichter noch ein Batteriewechselrichter installiert werden. Bei einem gemeinsamen Kauf von Photovoltaikanlage und Speicher wird nur ein Gerät benötigt: ein Hybridwechselrichter.

Der Markt für Stromspeicher wird zu über 98 Prozent von Lithium-Ionen-Batterien dominiert, die zwar viel Energie speichern können, aber leicht entflammbar sind und daher sicher betrieben werden müssen. Daneben gibt es noch Natrium-Ionen-Batterien und Zinkbatterien. Trotz des Potenzials dieser Technologien glauben Experten nicht, dass sie die Lithium-Ionen-Batterien in absehbarer Zeit verdrängen werden, da diese immer günstiger werden.

Die Preise für Batteriespeicher variieren je nach Kapazität und Hersteller. Im Herbst 2023 liegen die Preise für Geräte mit fünf Kilowattstunden Speicherkapazität und Installation zwischen 3500 und 5500 Euro, während für einen Zehn-Kilowattstunden-Speicher 5000 bis 9000 Euro fällig werden. Es empfiehlt sich, mehrere Angebote von Installationsfirmen einzuholen, da die Preise stark variieren können. Es gibt jedoch eine positive Entwicklung, da die Kosten für Batteriespeicher in den letzten Jahren bereits deutlich gesunken sind, hauptsächlich aufgrund der steigenden Produktion von Batteriezellen.

Die Kapazität des Batteriespeichers sollte zur Leistung der Photovoltaikanlage und zum Strombedarf des Haushalts passen. Eine Faustregel besagt, dass die Speicherkapazität im Verhältnis von eins zu eins zur PV-Leistung stehen sollte, und pro 1000 Kilowattstunden Stromverbrauch eine Kilowattstunde Speicherkapazität vorhanden sein sollte.

Die Aufstellung und der Betrieb des Batteriespeichers erfordern einige Überlegungen. Die Batterie sollte an einem trockenen, staubfreien Ort aufgestellt werden, der ganzjährig gleichmäßige Temperaturen zwischen zehn und 25 Grad Celsius aufweist. Höhere Temperaturen können die Batterie schneller altern lassen. In der Nähe sollten keine brennbaren Materialien gelagert werden. Es wird empfohlen, alle drei bis vier Jahre einen Elektriker zu beauftragen, um das Gerät zu überprüfen.

Die Lebensdauer eines Batteriespeichers im stationären Betrieb wird auf zehn bis 15 Jahre geschätzt. Allerdings ist dies nur eine grobe Schätzung, da die tatsächliche Lebensdauer von verschiedenen Faktoren abhängt, darunter die Qualität der Speicherzellen, die Zuverlässigkeit der Leistungselektronik, die Umgebungsbedingungen und das Lade- und Entlademanagement des Speichersystems. Es gibt keine pauschalen Aussagen darüber, wie lange ein Batteriespeicher tatsächlich halten wird. Die Hersteller bieten in der Regel Garantien von maximal zehn Jahren an.

Ein Batteriespeicher kann sich idealerweise innerhalb von zehn Jahren amortisieren, da es kostengünstiger ist, den selbst erzeugten Solarstrom zu nutzen, anstatt ihn ins Netz zu verkaufen und später zu teureren Tarifen einzukaufen. Die Amortisationsdauer hängt jedoch von den Investitionskosten und dem Preis für Netzstrom ab. Aufgrund der begrenzten Lebensdauer sollte sich der Speicher jedoch idealerweise innerhalb von zehn Jahren amortisieren. Dies setzt voraus, dass die Kosten für die Speicherkapazität unter 600 Euro pro Kilowattstunde liegen, gemessen an den aktuellen Strompreisen.

Einige Installationsfirmen bieten an, Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern auf privaten Dächern zu installieren und sie dann an die Hauseigentümer zu vermieten. Dieses Modell hat den Vorteil, dass sich der Kunde um nichts kümmern muss, da die Überwachung und Wartung im Mietpreis enthalten sind. Allerdings zahlen Kunden in der Regel mehr, als wenn sie den Batteriespeicher selbst besitzen würden, und sind oft für 20 Jahre an die Installationsfirma gebunden. Eine vorzeitige Beendigung des Vertrags kann mit einer Ablösesumme verbunden sein.

Es gibt auch verschiedene Fördermöglichkeiten für Batteriespeicher. Einige Länder und Kommunen bieten Zuschüsse für den Kauf von Batteriespeichern an. In Berlin gibt es zum Beispiel das Programm "Solarplus", das dies ermöglicht. Auch einige Städte wie Düsseldorf, Freiburg und Wiesbaden fördern Batteriespeicher. Bundesweit vergibt die staatliche KfW-Bank zinsgünstige Kredite für Batteriespeicher oder Photovoltaikanlagen mit Speichern über das Programm "Erneuerbare Energien - Standard".

SolarstromEnergieBatterien

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