Energiepreise explodieren: Heizöl verteuert sich um fast 50 Prozent
Strom, Gas und Heizöl werden teurer – und drei Viertel der Deutschen fürchten weitere Preissteigerungen durch den Iran-Krieg.

Die Angst vor weiter steigenden Energiepreisen sitzt tief in Deutschland. Laut einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Schufa befürchten rund drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger, dass sich Strom und Benzin infolge des Iran-Kriegs weiter verteuern werden. Zusätzlich sorgen sich 46 Prozent der Befragten um mögliche Öl-Lieferengpässe für private Haushalte.
Die Sorge ist nicht unbegründet – die Märkte reagieren bereits deutlich. Besonders drastisch fällt die Entwicklung beim Heizöl aus: Innerhalb von nur zwei Monaten hat sich der Preis um fast die Hälfte erhöht, wie Daten des Portals Heizoel24 belegen. Das trifft vor allem Haushalte, die auf Ölheizungen angewiesen sind, besonders hart.
Strom und Gas: Neukunden zahlen 20 Prozent mehr
Auch die Gas- und Strompreise ziehen spürbar an, wenngleich weniger stark als Heizöl. Laut dem Vergleichsportal Verivox mussten Neukunden zuletzt rund 20 Prozent mehr für Strom und Gas zahlen als noch zum Jahreswechsel. Damit setzt sich der Aufwärtstrend bei den Energiekosten weiter fort – mit direkten Folgen für die Haushaltskassen der Verbraucher.
Für Mieter bedeutet dies: Die ohnehin schon belastenden Nebenkostenabrechnungen dürften in der nächsten Abrechnungsperiode noch höher ausfallen. Steigende Heiz- und Stromkosten schlagen sich direkt in den Betriebskosten nieder und erhöhen die finanzielle Belastung für Millionen Haushalte in Deutschland.
Was bedeutet das für Anleger?
Für Privatanleger sind die Entwicklungen an den Energiemärkten ein wichtiges Signal. Steigende Energiepreise befeuern die Inflation und können die Kaufkraft der Verbraucher weiter schwächen. Gleichzeitig geraten Unternehmen mit hohem Energiebedarf unter Druck, während Energieproduzenten und -versorger von den höheren Preisen profitieren können.
Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit durch den Iran-Krieg und angespannten Lieferketten bei Rohöl sorgt für erhöhte Volatilität an den Energiemärkten. Anleger sollten diese Entwicklung im Blick behalten, da sie sowohl Konsumausgaben als auch Unternehmensgewinne in energieintensiven Branchen maßgeblich beeinflusst.
