Elon Musks X lenkt ein: Grok AI erfüllt britische Deepfake-Gesetze
Nach einer Untersuchung der britischen Medienaufsicht Ofcom verpflichtet sich Elon Musks Plattform X zur vollständigen Einhaltung britischer Gesetze. Der KI-Chatbot Grok hatte zuvor sexualisierte Deepfake-Bilder erstellt.

Die Social-Media-Plattform X von Tech-Milliardär Elon Musk lenkt im Streit um KI-generierte Deepfake-Bilder ein. Premierminister Keir Starmer erklärte am Mittwoch vor dem britischen Parlament, dass X Maßnahmen ergreife, um die vollständige Einhaltung des britischen Rechts sicherzustellen. Die Regierung werde bei Bedarf weitere Schritte einleiten, so Starmer.
Hintergrund ist eine Untersuchung der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom gegen die Plattform. Die Behörde hatte am Montag ein Verfahren eingeleitet, nachdem Bedenken aufkamen, dass der KI-Chatbot Grok sexuell intime Deepfake-Bilder erstellte. Dies stelle eine Verletzung der Pflicht dar, Menschen im Vereinigten Königreich vor illegalen Inhalten zu schützen.
Musk verspricht Gesetzeskonformität
Kurz nach Starmers Stellungnahme reagierte Elon Musk auf seiner Plattform X. Er betonte, dass Grok stets die Gesetze der Länder einhalten werde, in denen die KI tätig sei. "Wenn es aufgefordert wird, Bilder zu generieren, wird es sich weigern, irgendetwas Illegales zu erstellen", erklärte der Tesla-Chef. Das Betriebsprinzip von Grok bestehe darin, die Gesetze jedes jeweiligen Landes oder Staates zu befolgen.
Bereits Anfang Januar hatte X mitgeteilt, Anfragen zur Entkleidung von Personen in Bildern auf zahlende Nutzer beschränkt zu haben. Diese Maßnahme reichte der britischen Aufsichtsbehörde jedoch offenbar nicht aus.
Neues Gesetz tritt diese Woche in Kraft
Die britische Technologieministerin Liz Kendall kündigte an, dass ein neues Gesetz zur Bekämpfung sexueller Deepfakes diese Woche in Kraft treten werde. Die Erstellung solcher KI-generierten Bilder wird damit unter Strafe gestellt. Kendall bezeichnete die Bilder als "Waffen des Missbrauchs".
Der Fall zeigt die wachsenden Herausforderungen im Umgang mit KI-generierten Inhalten. Während die Technologie rasante Fortschritte macht, hinkt die Regulierung häufig hinterher. Großbritannien gehört zu den ersten Ländern, die konkrete gesetzliche Schritte gegen missbräuchliche KI-Anwendungen unternehmen.
Bedeutung für Anleger
Für Investoren in Tech-Unternehmen wird die Regulierung von KI-Technologien zunehmend zum Risikofaktor. Plattformen wie X müssen erhebliche Ressourcen in Compliance und Moderation investieren. Gleichzeitig drohen bei Verstößen empfindliche Strafen durch Aufsichtsbehörden. Die Entwicklung zeigt, dass der regulatorische Druck auf KI-Anbieter weltweit zunimmt.
