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Elektroauto-Absatz in Deutschland und Europa eingebrochen

Hohe Preise und fehlende Subventionen bremsen den Verkauf von E-Autos deutlich aus

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Elektroauto-Absatz in Deutschland und Europa eingebrochen

Der Absatz von Elektroautos in Deutschland und Europa ist im Juli 2024 deutlich zurückgegangen. In Deutschland sank die Zahl der Neuzulassungen um fast 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während EU-weit ein Rückgang von elf Prozent verzeichnet wurde. Diese Entwicklung steht im starken Kontrast zur insgesamt stabilen Zahl von Neuzulassungen aller Fahrzeugtypen, die in der EU um 0,2 Prozent auf insgesamt 852.051 Fahrzeuge stieg. Der Marktanteil von Elektroautos bei den Neuzulassungen in der EU fiel dabei von 13,5 Prozent auf 12,1 Prozent.

Der Rückgang bei den Elektroautos ist vor allem auf die hohen Anschaffungskosten zurückzuführen, die potenzielle Käufer abschrecken. EY-Mobilitätsexperte Constantin Gall betont, dass der Preis das Haupthemmnis für die Verbreitung von Elektrofahrzeugen darstellt. Besonders in Ländern ohne hohe staatliche Subventionen greifen Konsumenten lieber zu günstigeren Verbrennerfahrzeugen. Die Bedeutung staatlicher Unterstützung wird deutlich, wenn man auf Länder wie Dänemark und Schweden blickt, wo der Marktanteil von Elektroautos dank umfangreicher Förderungen bei 52 beziehungsweise 34 Prozent liegt. In Deutschland hingegen hat das Ende der Umweltprämie den Absatz von Elektroautos erheblich gedämpft.

In vielen Ländern der Europäischen Union bleiben Elektroautos ein Nischenprodukt. In 15 EU-Ländern liegt der Marktanteil von Elektrofahrzeugen unter zehn Prozent. Besonders in den osteuropäischen Ländern ist der Marktanteil mit 4,3 Prozent sehr gering. Experten sehen hier wenig Potenzial für eine baldige Verbesserung der Situation. Die schwache Marktentwicklung zwingt die Automobilhersteller dazu, ihre Pläne anzupassen und die Produktion von Verbrennermodellen länger fortzuführen als ursprünglich geplant. Dies könnte für die Branche mit hohen Kosten verbunden sein.

Die Hoffnung auf eine Wende im Markt liegt in der Entwicklung preiswerterer Elektrofahrzeuge. Gall erwartet, dass sich die Lage erst mittelfristig verbessert, wenn günstigere Modelle auf den Markt kommen und damit auch neue Käuferschichten angesprochen werden können. Bis dahin bleibt die Verbreitung von Elektroautos in vielen Teilen Europas eine Herausforderung, die sowohl von den Preisen als auch von der Verfügbarkeit staatlicher Förderungen abhängt.

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