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East London: Die besten Restaurants laut Gastronom Dom Hamdy

Gastronom Dominic Hamdy lebt seit über zwölf Jahren in East London und verrät seine liebsten Restaurants im Viertel.

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East London: Die besten Restaurants laut Gastronom Dom Hamdy

East London gehört seit mehr als zwölf Jahren zur Heimat von Dominic Hamdy, Gründer der HAM Restaurants-Gruppe. In dieser Zeit hat er das Viertel durch einige seiner wandlungsreichsten Phasen begleitet – und die lokale Food-Szene hautnah erlebt. Sein erstes Unternehmen, eine Firma für Gourmet-Scotch-Eggs, gründete er während seiner Zeit in einer Studenten-WG in Shoreditch. Geheiratet hat er im Rathaus von Hackney, seine Familie gründete er in Leyton.

Für Hamdy ist die Gastronomie der klarste Wegweiser, um East London zu verstehen. „In einer Gegend, die sich ständig neu erfindet, sind viele Betriebe gekommen und gegangen", schreibt er im FT Globetrotter-Guide für London. Seine Empfehlungen umfassen Orte, die die Zeit überdauert haben – oder die bieten, was er in Restaurants am meisten sucht: einen Raum für Begegnungen bei hervorragendem Essen und Trinken.

Brawn: Unprätentiöse Brillanz in Bethnal Green

Das Restaurant Brawn beschreibt Hamdy als „unprätentiöses und unaufgeregt brillantes Nachbarschaftsrestaurant". Es eigne sich perfekt für ein Samstags-Mittagessen nach einem Spaziergang um die Columbia Road. Auf der Karte stehen Enten-Rillettes mit Cornichons, Pappardelle in Schweineragout und gegrilltes Lamm mit Borlotti-Bohnen. Der Raum summe vor angeregten Gesprächen, der Service sei herzlich, und bei schönem Wetter fließe Licht durch riesige Fenster. Geöffnet ist montags ab 18:00 Uhr sowie dienstags bis samstags mittags und abends.

Die Wilton Way Deli steht für Hamdy für einen seltenen Spagat: Wandel ohne Identitätsverlust. Inhaberin Francesca D'Agostino, die er inzwischen als Freundin bezeichnet, hat das Lokal zu einem Ort gemacht, der sich im Laufe des Tages verwandelt. Tagsüber gibt es starken italienischen Kaffee, Mortadella-Sandwiches und Salate. Abends dimmt sich das Licht, Flaschen werden entkorkt – und aus dem Café wird eine kleine Trattoria. Dieser Übergang wirke, so Hamdy, keineswegs erzwungen.

Miga und Little Duck: Familienküche und Fermentiertes

Das koreanische Restaurant Miga verkörpert für Hamdy alles, was er an familiengeführten Betrieben schätzt. Die Küche sei „kompromisslos herzhaft": dampfende Mandu-Teigtaschen, in Soja geschmorte Short Ribs und eine wohltuende Ochsenknochensuppe. Der Raum sei nicht prunkvoll, aber der Empfang aufrichtig. Man spüre, dass man Rezepte esse, die über Generationen weitergegeben wurden.

Das Little Duck setzt auf Fermentation und Naturwein. Gäste können am Tresen sitzen, mit Blick auf Gläser mit fermentiertem Gemüse, und beobachten, wie diese Zutaten in den Gerichten zum Leben erwachen. Das Angebot reicht von Artischocken-Vinaigrette bis zu handgemachter frischer Pasta. Die Intimität des kleinen Gastraums lasse den Abend wie eine „sanfte Lektion in Sachen Geschmack und Technik" wirken.

Café Cecilia und Mangal II: Zwei Hackney-Ikonen

Das Café Cecilia hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2021 zu einem der beliebtesten Restaurants in Hackney entwickelt. Chefkoch Max Rocha koche reduziert, aber voller Persönlichkeit – von Guinness-Brot mit gesalzener Butter über Sardellen-Fritti bis hin zu in Cidre gedünsteten Miesmuscheln. Jedes Gericht wirke bewusst und durchdacht. Der Raum sei ruhig und lichtdurchflutet, mit gerade genug Betriebsamkeit, um lebendig, aber nicht laut zu sein.

Das Mangal II beschreibt Hamdy als „ein Stück Londoner Geschichte, das sich neu erfunden hat, ohne jemals seine Seele zu verlieren". Einst bekannt als erste Adresse für nächtliche Mangal-Grillspezialitäten, wurde es von der nächsten Generation – Sertaç und Ferhat Dirik, den Söhnen des Gründers – in etwas Neues verwandelt. Das Essen schlage mit großer Klarheit die Brücke zwischen türkischer Tradition und zeitgenössischer Londoner Küche. In einer Stadt, die oft zu schnelllebig sei, nenne Hamdy dies eine „wunderbare Sache".

Dominic Hamdy ist der Gründer der HAM Restaurants-Gruppe, zu der unter anderem die Lokale Crispin, Bistro Freddie und Canal gehören. Seine Restaurantempfehlungen erschienen im Rahmen des FT Globetrotter-Guides, der Insider-Tipps für Städte weltweit bietet – von London über Tokio bis Frankfurt und Zürich.

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