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Dynacor steigert Goldproduktion im zweiten Quartal auf Rekordhoch

Optimierungsmaßnahmen treiben Durchsatz der Veta-Dorada-Anlage in Peru erneut über die Nennkapazität – historischer Quartalswert erreicht.

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Dynacor steigert Goldproduktion im zweiten Quartal auf Rekordhoch

Der kanadische Goldverarbeiter Dynacor, an der Toronto Stock Exchange (TSX) notiert, hat im zweiten Quartal 2026 einen neuen Produktionsrekord aufgestellt. Die peruanische Verarbeitungsanlage Veta Dorada erzielte mit einem Durchsatz von 48.300 Tonnen bzw. 531 Tonnen pro Tag den höchsten Quartalswert in der Unternehmensgeschichte. Es ist bereits das zweite Quartal in Folge, in dem die Anlage oberhalb ihrer Nennkapazität betrieben wurde.

Die Goldproduktion belief sich im zweiten Quartal auf 31.907 Goldäquivalent-Unzen – ebenfalls einer der höchsten historischen Werte des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem Dynacor 24.955 Goldäquivalent-Unzen produzierte, entspricht das einem deutlichen Anstieg. Das Unternehmen verarbeitet handwerklich abgebautes Erz von Kleinschürfern in Peru und nimmt damit eine besondere Rolle im globalen Goldmarkt ein.

Umsatz steigt trotz fallender Goldpreise

Beim Umsatz erzielte Dynacor im zweiten Quartal 144 Millionen US-Dollar – den zweithöchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte. Dies ist bemerkenswert, da die Goldpreise im Berichtszeitraum im Durchschnitt um 700 US-Dollar je Unze gesunken waren. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei 79 Millionen US-Dollar gelegen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 3,2 Millionen US-Dollar, der Nettogewinn lag bei 1,1 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte der Nettogewinn noch 3,4 Millionen US-Dollar betragen. Die operative Brutto-Cash-Marge lag bei 206 US-Dollar je verkaufter Einheit.

CEO und Präsident Daniel Misiano erklärte dazu: „Dieses dritte Quartal in Folge mit einer starken operativen Leistung zeigt die Ergebnisse unserer Optimierungsprojekte und positioniert uns hervorragend, um die Produktionsprognose für 2026 zu erreichen. Unsere operative Stärke schlug sich trotz eines zweistelligen Rückgangs am Goldmarkt in robusten Goldverkäufen nieder." Misiano räumte jedoch ein, dass der anhaltende Goldpreisrückgang kombiniert mit einem Bestandsaufbau zu einem längeren Lagerumschlag geführt habe, was die finanzielle Performance im Quartal beeinflusst habe. Er erwartet, dass sich die Margen in der zweiten Jahreshälfte 2026 normalisieren werden.

Halbjahresbilanz und Jahresprognose

Im ersten Halbjahr 2026 produzierte Dynacor insgesamt 64.698 Goldäquivalent-Unzen und erzielte einen Umsatz von 298 Millionen US-Dollar bei einem Nettogewinn von 8,4 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen bestätigt seine Jahresprognose: Der Umsatz soll zwischen 530 und 580 Millionen US-Dollar liegen, der Nettogewinn zwischen 22 und 26 Millionen US-Dollar. Das Produktionsziel für das Gesamtjahr bleibt unverändert bei 125.000 bis 135.000 Goldäquivalent-Unzen.

Bei den Investitionsausgaben geht Dynacor davon aus, dass diese am unteren Ende der Prognose bei rund 32,5 Millionen US-Dollar liegen werden, da bestimmte geplante Investitionen erst 2027 abgeschlossen werden.

Expansion in Senegal und Ecuador

Neben dem Kerngeschäft in Peru treibt Dynacor seine geografische Diversifizierung voran. Im westafrikanischen Senegal setzt das Unternehmen die Warm-Inbetriebnahme seiner Pilotanlage Galam fort, die kurz vor der vollständigen Fertigstellung steht. In Ecuador befindet sich die Instandsetzung der Svetlana-Anlage zu rund 40 Prozent im Zeitplan – die erste Erzverarbeitung ist für das vierte Quartal geplant.

Steuerstreitigkeiten in Peru als Risikofaktor

Ein potenzieller Belastungsfaktor bleibt ein laufender Steuerstreit in Peru. Die peruanische Tochtergesellschaft von Dynacor hat im Juni Steuerbescheide der peruanischen Steuerverwaltung für das Geschäftsjahr 2015 vor dem peruanischen Steuergericht angefochten. Die Veranlagung betrifft hauptsächlich die steuerliche Absetzbarkeit von Erzkäufen bei bestimmten Lieferanten. Das maximale finanzielle Risiko für das Geschäftsjahr 2015 beläuft sich inklusive Strafen und Zinsen auf 8,7 Millionen US-Dollar.

Darüber hinaus werden auch Steuerbescheide für die Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2019 angefochten. Das maximale Risiko für diese weiteren Jahre beträgt 16,1 Millionen US-Dollar. Die Entscheidung des Steuergerichts für 2015 dürfte dabei richtungsweisend für die übrigen Verfahren sein, da ähnliche Sachverhalte betroffen sind. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.

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