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Douglas plant Börsengang im ersten Quartal 2024

Erlöse sollen Schulden abbauen und Expansion vorantreiben, während Experten die Entwicklung beobachten

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Douglas plant Börsengang im ersten Quartal 2024

Kosmetikriese Douglas plant angeblich seinen Börsengang im ersten Quartal dieses Jahres, voraussichtlich im März, so Insiderquellen, die der Nachrichtenagentur Reuters vertraut sind. Diese Informationen deuten darauf hin, dass das Unternehmen und sein Hauptaktionär, CVC, intensiv an den Vorbereitungen für den Börsengang arbeiten. Die endgültige Entscheidung wird jedoch von der Entwicklung des Börsenumfelds abhängen. Laut Insidern könnte die Bewertung des Unternehmens bei bis zu sieben Milliarden Euro liegen, doch ein Douglas-Sprecher hat diese Informationen bisher nicht bestätigt. Wenn es dazu kommt, könnte Douglas den ersten großen Börsengang in Deutschland im Jahr 2024 durchführen, was Branchenexperten bereits erwartet hatten.

Die Erlöse aus dem Börsengang sollen hauptsächlich zur Schuldenreduzierung verwendet werden, so Insider. Bis Ende September 2023 hatte Douglas Verbindlichkeiten in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro, darunter auch über eine Milliarde Euro an Leasingverpflichtungen. Dieser Schritt zur Entschuldung könnte für das Unternehmen von großer Bedeutung sein und die finanzielle Belastung durch Zinszahlungen erheblich verringern.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2022/23, das im September endete, konnte Douglas unter der Leitung seines neuen CEO Sander van der Laan erhebliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen verzeichnen. Mit seinen Online-Shops und rund 1850 Filialen erreichte das Unternehmen erstmals einen Umsatz von über vier Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 22,3 Prozent auf 725,9 Millionen Euro, und unter dem Strich konnte Douglas einen Gewinn von 16,7 Millionen Euro verbuchen.

Entscheidend für den geplanten Börsengang wird jedoch der Verlauf des ersten Quartals 2023/24 sein, insbesondere das Weihnachtsgeschäft. Douglas plant, noch im Januar Berichte über die Geschäftsentwicklung während der Feiertage zu veröffentlichen und diese Zahlen als Grundlage für den Börsengang zu nutzen, wie Insider berichten.

Der Wechsel an der Unternehmensspitze im vergangenen Jahr von Tina Müller zu Sander van der Laan hat zu einer verstärkten Fokussierung auf die Steigerung der Profitabilität geführt. Van der Laan hat angekündigt, die Logistik des Unternehmens effizienter zu gestalten und Geld für die weitere Expansion der Parfümeriekette bereitzustellen. Trotzdem könnte Douglas seinen Wachstumskurs auch ohne die Einnahmen aus dem Börsengang fortsetzen. Stattdessen könnten die erwarteten Erlöse dazu verwendet werden, die Schuldenlast zu verringern und somit die Zinszahlungen zu reduzieren.

Ein Konsortium von Banken wurde bereits ausgewählt, um Douglas bei seinem Börsengang zu begleiten, darunter Rothschild als Berater sowie Goldman Sachs, Citigroup, Unicredit, Deutsche Bank und die UBS. Douglas war 2013 von der Börse genommen worden, nachdem es von Advent und der Familie Kreke übernommen worden war. Im Jahr 2015 ging die Mehrheit des Unternehmens für knapp drei Milliarden Euro an die Private-Equity-Gesellschaft CVC, während die Familie Kreke weiterhin Anteile an Douglas besitzt.

BörseDouglas

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