ANZEIGE

Dominion Energy hebt Investitionsplan an, Gewinnprognose enttäuscht

Der US-Energieversorger investiert massiv in die boomende Rechenzentrumsinfrastruktur – doch die Gewinnaussichten bleiben hinter den Erwartungen zurück.

1 Min
Dominion Energy hebt Investitionsplan an, Gewinnprognose enttäuscht

Dominion Energy hat seinen Fünfjahres-Investitionsplan um knapp 30% auf 64,7 Milliarden US-Dollar angehoben. Das in Richmond, Virginia, ansässige Versorgungsunternehmen reagiert damit auf die sprunghaft steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren und extreme Wetterbedingungen. Der neue Plan umfasst den Zeitraum von 2026 bis 2030 und ersetzt das bisherige Budget von 50,1 Milliarden Dollar bis 2029.

Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel dennoch mit einem Minus von 1,4%. Grund dafür ist die enttäuschende Gewinnprognose: Dominion erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen operativen Gewinn von 3,45 bis 3,69 US-Dollar je Aktie. Der Mittelwert von rund 3,57 Dollar liegt unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 3,60 Dollar laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG.

Größter Rechenzentrums-Markt der Welt als Wachstumstreiber

Dominions Versorgungsnetz in Virginia bedient den weltweit größten Markt für Rechenzentren. Die Kapazität übertrifft nach Unternehmensangaben die der nächsten fünf größten US-Rechenzentrumsmärkte zusammen. Bis Dezember hat Dominion Verträge über fast 48,5 Gigawatt an Rechenzentrumskapazität abgeschlossen – ein Zuwachs von 1,4 Gigawatt gegenüber September.

Zu den Kunden zählen namhafte Technologiekonzerne wie <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta und Equinix sowie aufstrebende KI-Unternehmen wie CoreWeave und CyrusOne. Die rasant wachsende Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen treibt den Strombedarf in die Höhe. US-Versorger investieren branchenweit Milliarden, um diese Nachfrage bedienen zu können.

Betriebskosten belasten das Quartalsergebnis

Im vierten Quartal erzielte Dominion einen bereinigten Gewinn von 68 Cent je Aktie und übertraf damit die Analystenschätzung von 67 Cent knapp. Allerdings stiegen die Betriebskosten im Jahresvergleich um fast 11% auf 3,33 Milliarden Dollar – ein Anstieg, der das ansonsten solide Quartalsergebnis überschattete. Der Kostendruck bleibt damit eine zentrale Herausforderung für den Konzern.

Dominion EnergyInvestitionsplanRechenzentrenGewinnprognoseStromversorgung

Meistgelesene News

  1. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  2. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte
  5. Nvidia dominiert KI-Markt: 5,2 Billionen Dollar Marktwert und neue Rekorde

Disclaimer