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Dollar-Rally pausiert – Hoffnungen auf Iran-Abkommen belasten Kurs

Wachsende Hoffnungen auf einen Friedensdeal zwischen Washington und Teheran bremsen die Dollar-Stärke und entlasten den Yen.

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Dollar-Rally pausiert – Hoffnungen auf Iran-Abkommen belasten Kurs

Der US-Dollar hat am Donnerstag seine jüngste Rally unterbrochen und notierte unter einem Sechs-Wochen-Hoch. Auslöser waren wachsende Hoffnungen auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten. Der Dollar, der traditionell als „sicherer Hafen" in Krisenzeiten gilt, verlor an Attraktivität, sobald die Aussicht auf eine diplomatische Lösung zunahm.

US-Präsident Donald Trump erklärte, die Verhandlungen mit Teheran befänden sich in der Endphase. Gleichzeitig warnte er jedoch vor weiteren Angriffen, sollte der Iran einem Abkommen nicht zustimmen. Diese gemischten Signale aus Washington sorgten für Unsicherheit an den Devisenmärkten und dämpften die Risikobereitschaft der Anleger.

Dollar gibt gegenüber Yen nach

Besonders auffällig war die Bewegung im Währungspaar Dollar/Yen. Der Dollar gab am Mittwoch zum ersten Mal seit acht Handelstagen gegenüber dem Yen nach – eine bemerkenswerte Unterbrechung einer anhaltenden Aufwärtsbewegung. Im frühen Donnerstagshandel notierte das Paar leicht schwächer bei 158,905 Yen.

Damit zog sich der Dollar von der psychologisch wichtigen Marke zurück, die er zuvor angesteuert hatte. Für Devisenmarkt-Beobachter ist diese Zone rund um 160 Yen je Dollar von besonderer Bedeutung, da japanische Behörden in der Vergangenheit bei einer solchen Yen-Schwäche mit Interventionen reagiert haben. Der Rückzug des Dollars aus diesem Bereich nimmt den Druck von der japanischen Währung.

Hintergrund: Dollar als sicherer Hafen

Der US-Dollar gilt traditionell als Fluchtwährung in Zeiten geopolitischer Unsicherheit. Wenn Spannungen im Nahen Osten oder anderswo eskalieren, fließt Kapital häufig in den Dollar, was dessen Kurs stützt. Umgekehrt schwächt sich der Dollar tendenziell ab, wenn sich die geopolitische Lage entspannt und Anleger wieder risikoreichere Anlagen bevorzugen.

Der japanische Yen hingegen gilt ebenfalls als sichere Währung, reagiert aber auf die Dollar-Stärke besonders sensibel – vor allem angesichts der anhaltend lockeren Geldpolitik der Bank of Japan im Vergleich zur US-Notenbank Federal Reserve. Das Währungspaar Dollar/Yen steht daher regelmäßig im Fokus internationaler Devisenhändler und politischer Entscheidungsträger in Tokio.

Die weiteren Entwicklungen in den Iran-Verhandlungen dürften den Devisenmärkten in den kommenden Tagen die Richtung vorgeben. Sollte ein konkretes Abkommen verkündet werden, könnte der Dollar weiter unter Druck geraten. Scheitern die Gespräche hingegen, wäre eine erneute Flucht in den sicheren Hafen Dollar wahrscheinlich.

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